Wirtschaft
Das Khurais-Ölfeld nahe Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad ist eines der jüngsten Großprojekte von Saudi Aramco.
Das Khurais-Ölfeld nahe Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad ist eines der jüngsten Großprojekte von Saudi Aramco.(Foto: REUTERS)

Steigender Bedarf erwartet: Saudi Aramco will Milliarden investieren

Über gewaltige Ölreserven verfügt Saudi Aramco. Damit das schwarze Gold auch weiterhin in konstanter Menge gefördert werden kann, will der saudische Staatskonzern viel Geld in die Hand nehmen. Die Gasproduktion soll ebenfalls erhöht werden.

Der weltgrößte Ölförderer Saudi Aramco will in den nächsten zehn Jahren kräftig investieren. Der Staatskonzern aus Saudi-Arabien wird rund 40 Milliarden Dollar pro Jahr bereitstellen, um die Ölproduktionskapazitäten stabil zu halten. Zugleich soll die Gasproduktion verdoppelt werden, wie Aramco-Chef Khalid Al-Falih sagte.

Um den erwarteten Bedarfsanstieg in der Welt zu decken, müsse die Branche neue Förderkapazitäten schaffen, sagte Al-Falih. Saudi Aramco verfügt über etwa ein Fünftel der weltweiten Ölreserven und erwirtschaftet 70 Prozent der saudischen Staatseinnahmen. Das Konglomerat kontrolliert etwa 98 Prozent der Ölreserven des Landes, was einer Menge von geschätzten 260 Milliarden Barrel (159 Liter)entspricht.

Laut "Forbes" soll Saudi Aramco in der Lage sein, 12,5 Millionen Barrel pro Tag zu fördern - für die Kosten von etwa 3 Dollar pro Barrel. Im Jahr 2010 lag die tägliche Fördermenge bei 8,2 Millionen Barrel pro Tag.

Keine Versorgungsengpässe erwartet

Mit Blick auf den Markt sagte Al-Falih, weder die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) noch die Internationale Energiebehörde (IEA) sollten versuchen, die Preise zu bestimmen. Die Krisen im Irak, dem Gazastreifen oder der Ukraine haben den Ölmarkt zuletzt nicht belastet.

Spekulationen auf Versorgungsengpässe gab es kaum. Denn es gibt reichlich Öl. Die IEA spricht sogar von einer Ölschwemme. Dem steht eine derzeit geringe Nachfrage gegenüber. Die Talfahrt der Ölpreise begann etwa Mitte Juni, als ein Barrel Nordseeöl der Sorte Brent 115,71 Dollar kostete. Am Dienstagmorgen lag der Preis bei 102,76 US-Dollar.

Quelle: n-tv.de

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