Wirtschaft
Schlecker wird abgewickelt.
Schlecker wird abgewickelt.(Foto: picture alliance / dpa)

Bohrer, Sägen, Schrauber: Schlecker-Reste suchen Käufer

Nun kommen Ladenregale und gebrauchte Werkzeuge aus dem einstigen Schlecker-Imperium unter den Hammer. Der Insolvenzverwalter will damit Geld für die Gläubiger herausholen.

Komplette Ladenausstattungen, Akku-Schrauber, Gabelstapler und weiteres Anlagevermögen der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker kommen unter den Hammer. Bei der Versteigerung im Zentrallager in Ehingen sollen weit mehr als 1400 Gegenstände verkauft werden. Die Erlöse fließen in die Insolvenzmasse, um die Ansprüche der Gläubiger zu bedienen.

Ob es weitere Versteigerungen geben wird, ist noch unklar. Bei der Auktion geht es um das sogenannte bewegliche Anlagevermögen Anton Schleckers. Versteigert werden sollen auch Werkzeuge aus dem zentralen Logistikzentrum, Hebebühnen und ein Werkstatt-Kran aus der Kfz-Werkstatt für firmeneigene Fahrzeuge.

Die Insolvenzverwaltung geht davon aus, dass vor allem Gewerbetreibende für die Auktion interessieren. Da es sich um gebrauchte Gegenstände handelt, sei die Kaufpreisfindung schwierig und daher eine Versteigerung die beste Möglichkeit der Veräußerung, sagte ein Sprecher der Industrieverwertungsgesellschaft HT, die die Versteigerung durchführt. Zum angestrebten Auktionserlös wollte er sich nicht äußern. "Im Moment ist das nicht abschätzbar. Wir werden das erst bei der Versteigerung erfahren."

Die Hamburger Firma HT ist nicht zum ersten Mal für die Insolvenzverwaltung im Fall Schlecker tätig. Nach dem der einstige Drogeriemarkt-Riese im Januar Insolvenz angemeldet hatte, übernahm HT die Inventarisierung, stellte also fest, was es alles an beweglichem Vermögen gibt.

Auch der Verkauf einiger Regionallager könnte bald zum Abschluss kommen, hieß es beim Insolvenzverwalter. Der beauftragte Makler sei sehr optimistisch, dass zeitnah neue Eigentümer für "eine gute Zahl" der 13 Regionallager gefunden werden.

Nach dem Scheitern der Rettung waren Ende Juni die Lichter bei Schlecker endgültig ausgegangen. Die Pleite kostete in Deutschland etwa 25.000 Menschen den Job.

Quelle: n-tv.de

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