Wirtschaft
Der Vorstandsvorsitzende der Simba Dickie Group, Michael Sieber, in der Firmenzentrale in Fürth (Bayern).
Der Vorstandsvorsitzende der Simba Dickie Group, Michael Sieber, in der Firmenzentrale in Fürth (Bayern).(Foto: picture alliance / dpa)

Mit Märklin viel dazugelernt: Simba Dickie spielt kleines Wachstum

Märklin-Übernahme, Aufstand in China, Krise in Europa: Der Bobby-Car-Hersteller Simba Dickie blickt auf ein schwieriges Jahr zurück. Das Wachstum fiel bescheiden aus. Dieses Jahr soll nicht besser werden. Sorge bereitet vor allem der wichtige Absatzmarkt Frankreich.

Der Spielzeughersteller Simba Dickie rechnet in diesem Jahr nur mit einem bescheidenen Plus. "Wir planen ein Wachstum von 2,2 Prozent", sagte Finanzchef Manfred Duschl in Fürth. Als Grund nannte er zum einen die Abwertung der Währungen bestimmter Schwellenländer, in denen die Geschäfte 2013 besonders gut gelaufen waren. Zum anderen betrachtet Simba Dickie die wirtschaftliche Entwicklung vor allem in Frankreich mit Sorge - es ist der zweitgrößte Absatzmarkt des Unternehmens. Firmeninhaber Michael Sieber betonte, dass die Krise in Europa nach seiner Einschätzung noch lange nicht überwunden sei.

Im vergangenen Jahr konnte die Gruppe, zu der unter anderem der Bobby-Car-Hersteller Big gehört, die negative Entwicklung aus dem Vorjahr wieder umkehren. "Mit einer Steigerung des konsolidierten Gesamtumsatzes um 2,6 Prozent auf 631 Millionen Euro konnte die Simba-Dickie-Gruppe das Jahr 2013 positiv abschließen", berichtete Duschl. Das nicht allzu üppige, aber aus allen Bereichen kommende Wachstum sei angesichts des geschrumpften Marktes in Europa zufriedenstellend. In Europa erwirtschaftet Simba Dickie rund drei Viertel aller Erlöse.

Im März 2013 übernimmt Simba Dickie Märklin.
Im März 2013 übernimmt Simba Dickie Märklin.(Foto: picture alliance / dpa)

Auch mit dem "äußerst stabilen und sehr soliden" Gewinn zeigte sich Duschl zufrieden. "Die ohnehin sehr gute Ertragslage der Gruppe hat sich 2013 weiter verbessert."

Aufstand in chinesischer Spielzeug-Fabrik

Allerdings lief im vergangenen Jahr nicht alles reibungslos bei den  Franken. So trennten sie sich wegen Unregelmäßigkeiten von einem Joint Venture in China, was nicht nur einen siebenstelligen Betrag kostete - die aufgebrachten Arbeiter setzten vorübergehend sogar einen deutschen Manager fest. Durch die Fabrikschließung sank die Zahl der Mitarbeiter der Gruppe um 1000 auf gut 3200.

Viel zu lernen gab es auch beim Modellbahnhersteller Märklin, den Sieber im vergangenen Jahr gemeinsam mit seinem Sohn aus der Insolvenz heraus übernommen hatte. "Da haben wir noch einen weiten Weg zu gehen, aber wir sind uns sicher, dass wir Märklin auch langfristig wieder auf die Erfolgsspur führen können", sagte er.

Quelle: n-tv.de

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