Wirtschaft

Frisches Kapital für die BundesligaSky hält weiter drauf

10.02.2012, 17:09 Uhr
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Sky: Immer schön am Ball bleiben. (Foto: REUTERS)

Im April versteigert die Bundesliga die Fernsehrechte ab der Saison 2013/14 für insgesamt vier Spielzeiten. Sky, bisher größter Geldgeber der Liga, will da wieder groß mitmischen. Billig wird das aber nicht und deshalb muss frisches Kapital her. 156 Mio. Euro sind es bereits, 144 Mio. Euro sollen noch dazukommen.

Der PayTV-Sender Sky macht sich fit für die Bundesliga-Rechteauktion. Das Unternehmen habe mit einer Kapitalerhöhung 156 Mio. Euro eingenommen, teilte der Münchner Konzern mit. Sky habe 71 Millionen neue Aktien zu einem Preis von je 2,20 Euro an den Mann bringen können.

Knapp die Hälfte der Papiere ging vorrangig an institutionelle Investoren wie Banken und Versicherungen aus aller Welt. Gut 35 Millionen Anteilscheine holte sich Rupert Murdoch, der dafür 77 Mio. Euro auf den Tisch legte. Der australisch-amerikanische Medienmogul hält mit seinem Konzern News Corp 49,9 Prozent an Sky. Die Aktienplatzierung sei dreifach überzeichnet gewesen, sagte ein Unternehmenssprecher.

310 Mio. statt 250 Mio. Euro?

Dem Bezahlfernsehkonzern reicht das aber nicht. Bis Herbst sollen noch weitere 144 Mio. Euro hinzukommen. Ein Kredit oder eine weitere Aktienplatzierung stehen im Raum. Murdoch macht auch nächstes Mal wieder mit, wie er angekündigt hat.

Sky braucht das Geld. Im April versteigert die Bundesliga die Fernsehrechte ab der Saison 2013/14 für vier Spielzeiten. Sky ist derzeit mit durchschnittlich 250 Mio. Euro pro Saison größter Zahlmeister der Liga. Analysten der Bank JP Morgan tippen darauf, dass Sky für die neuen Rechte mindestens 310 Mio. Euro hinblättern muss. Für Sky sind die Rechte unverzichtbar: Viele Abonnenten bleiben dem Sender nur wegen der Fußballberichterstattung treu.

Es ist bei weitem nicht das erste Mal, dass der spätestens seit dem britischen Abhörskandal im vergangenen Sommer umstrittene Murdoch Geld in das Unternehmen pumpt. Seit seinem Einstieg 2008 waren es inklusive der Aktien aus der Kapitalerhöhung 1,1 Mrd. Euro.

Erstmals besteht aber die Chance, dass von seinem Einsatz etwas wiedersieht - Sky hat sich für 2013 schwarze Zahlen vorgenommen. Seit Gründung Anfang der 1990er Jahre als "Premiere" fuhr der Sender erst in einem einzigen Jahr Gewinne ein. Sky hatte im vergangenen Jahr erstmals die Marke von drei Millionen Abonnenten geknackt

Quelle: bad/rts/dpa