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Börsengang Anfang März?: Snap will 20 Milliarden Dollar wert sein

Die Mutter des Messaging-Dienstes Snapchat hängt die Latte bei ihrem IPO etwas niedriger. Monatelang galten 25 Milliarden Dollar als Richtmarke. Auch mit 20 Milliarden ist es das größte Tech-IPO in den USA seit dem Börsengang von Alibaba 2014.

Snap, die Mutter des Messaging-Dienstes Snapchat, strebt bei ihrem geplanten Börsengang eine Bewertung von 19,5 bis 22,2 Milliarden US-Dollar an. Die Spanne von 14 bis 16 Dollar entspricht dabei eher dem unteren Ende der zuvor von Snap angepeilten Bewertung von 20 bis 25 Milliarden Dollar. Der endgültige Ausgabepreis soll nach Feedback von Investoren auf der in Kürze beginnenden Roadshow festgelegt werden. 

Selbst am unteren Ende der erwarteten Bandbreite wäre es das größte Technologie-IPO in den USA seit dem Börsengang des chinesischen Online-Händlers Alibaba 2014, wie aus den Daten von Dealogic hervorgeht. Das vergangene Jahr war das schwächste seit 2009 für Tech-IPOs in den USA gemessen an der Zahl der Deals und dem Volumen. Anleger erhoffen sich mit Snap eine Wiederbelebung.

(Foto: REUTERS)

Einige Investoren zweifeln jedoch, ob Snap das angestrebte Volumen wirklich wert ist. Sie verweisen auf das verlangsamte Wachstum bei den durchschnittlich täglich aktiven Nutzern. Die Zahl betrug zuletzt 158 Millionen. Anlass zur Sorge bieten ferner der intensivere Wettbewerb mit Facebook und die begrenzten Einflussmöglichkeiten der Neuaktionäre.

Den Dokumenten der Börsengang-Registrierung zufolge will Snap den neuen Aktionären kein Mitspracherecht einräumen. Das Unternehmen verspricht auch keine Gewinne. Nach eigenen Angaben machte es 2016 etwa 514,6 Millionen Dollar Verlust - nach knapp 373 Millionen Verlust im Jahr 2015.

Bei einem Ausgabepreis in der Mitte der Spanne von 15 Dollar rechnet Snap mit Einnahmen von rund 2,1 Milliarden Dollar.

Am Montag werde Snap sein Angebot in London Investment- und Hedgefonds vorstellen, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen. Danach zieht der Tross weiter nach New York und in andere Städte. Die Bekanntgabe des Ausgabepreises könnte bereits am 1. März erfolgen, einen Tag später könnte die Aktie erstmals an der New York Stock Exchange unter dem Kürzel "SNAP" gehandelt werden.

Der Whatsapp-Rivale war 2012 mit dem Dienst Snapchat gestartet. Anders als bei Whatsapp werden die versendeten Nachrichten nach kurzer Zeit wieder gelöscht, was viele Nutzer zu schätzen wissen. Das Unternehmen nimmt vor allem mit Werbung Geld ein und konkurriert damit direkt mit Google und Facebook. Neben der App produziert das Unternehmen auch eine tragbare Kamera ("Spectacles") in Form einer Sonnenbrille.

Quelle: n-tv.de

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