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Der neue Zehner verfügt über zusätzliche Sicherheitsmerkmale, die es Fälschern erschweren sollen, den Bankschein nachzuahmen.
Der neue Zehner verfügt über zusätzliche Sicherheitsmerkmale, die es Fälschern erschweren sollen, den Bankschein nachzuahmen.(Foto: picture alliance / dpa)

EZB kämpft gegen Blüten: So sieht der neue 10-Euro-Schein aus

Zwölf Jahre ist es her, dass der Euro eingeführt wurde. Genug Zeit für Fälscher, die Nachahmung der Noten zu perfektionieren. Nun setzt die EZB dagegen und erneuert eine weitere Banknote.

Mit der Einführung eines neuen Zehn-Euro-Scheins reagiert die Europäische Zentralbank auf die steigende Zahl von Geldfälschungen. Die von EZB-Direktor Yves Mersch in Frankfurt vorgestellte Note verfügt über zusätzliche Sicherheitsmerkmale. Sie soll am 23. September in Umlauf kommen. Ein neuer Zwanziger soll 2015 folgen.

EZB-Direktor Yves Mersch stellt in Frankfurt den neuen Geldschein vor.
EZB-Direktor Yves Mersch stellt in Frankfurt den neuen Geldschein vor.(Foto: dpa)

Wie bei dem im Mai 2013 neu eingeführten Fünf-Euro-Schein erscheint im Hologramm und im Wasserzeichen der Note Europa, eine Gestalt der griechischen Mythologie. "Die neuen Banknoten sind nicht nur sicherer, sondern auch einfacher zu prüfen", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele.

26 Prozent mehr Falschgeld als 2012

Wie die EZB mitteilte, tauchten 2013 insgesamt 670.000 Euro-Blüten auf - das waren rund 26 Prozent mehr als 2012. Mehr als drei Viertel aller gefälschten Noten im Euro-Raum sind Zwanziger und 50-Euro-Scheine. Auch die Zahl der gefälschten Zehn-Euro-Noten nahm zu.

Dennoch sei die Gefahr, mit einer Blüte in Kontakt zu kommen, für Verbraucher weiterhin sehr niedrig, hieß es: "Angesichts der Tatsache, dass tagtäglich über 15 Milliarde echte Euro-Geldscheine im Umlauf sind, ist diese Zahl sehr gering."

Fünf falsche Banknoten pro 10.000 Einwohner

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr insgesamt 39.000 falsche Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen - das sind sechs Prozent weniger als 2012. Rein rechnerisch entfielen damit fünf falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner. Dabei kamen offenbar vor allem weniger gefälschte 20-Euro-Noten in Umlauf. Dennoch ist dieser Schein bei den Fälschern hierzulande am beliebtesten, dicht gefolgt vom "falschen Fünfziger".

Darüber hinaus gelangten 2013 vermutlich auch deutlich weniger falsche 200-Euro-Scheinen in Umlauf als im Jahr zuvor. Allerdings stieg wie auch im gesamten Euro-Raum die Zahl der Zehn-Euro-Blüten. Um es den Fälschern schwerer zu machen, weisen die neuen Scheine der Europa-Serie künftig auf der Vorderseite eine sogenannte Smaragdzahl auf: Beim Kippen verändert sich die Farbe, und ein heller Balken wandert auf- beziehungsweise abwärts. Und: Die Farbe der künftigen Zehner ist kräftiger. Er ist zudem etwas dicker und schwerer als sein Vorgänger, weil er mit einem Speziallack überzogen ist.

In den nächsten Jahren sollen nach und nach auch die übrigen Banknoten überarbeitet werden. Erhalten bleiben die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. Verbraucher müssen sich übrigens keine Sorgen machen, irgendwann auf ihren alten Scheinen sitzenzubleiben "Die 'alten' Banknoten werden zwar nach und nach aus dem Verkehr gezogen, sie behalten aber weiter ihre Gültigkeit."

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Quelle: n-tv.de

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