Wirtschaft

Teurere Steinkohle: Staat spart Subventionsgeld

(Foto: picture alliance / dpa)

Durch den hohen Weltmarktpreis für Steinkohle spart der deutsche Staat in diesem Jahr voraussichtlich Millionensummen an Subventionen. Laut Branchenschätzung liegt die Ersparnis für das Gesamtjahr bei einem dreistelligen Millionenbetrag.

"Wir erzielen aufgrund geänderter Rahmenbedingungen zurzeit deutlich höhere Erlöse als ursprünglich erwartet", sagte das Vorstandsmitglied des Zechenbetreibers RAG, Jürgen Rupp.

Rupp nannte allerdings keine Zahlen. Auch ein RAG-Sprecher konnte nicht beziffern, wie viel Subventionen wegfallen. Nach den Planungen sollte die defizitäre einheimische Steinkohle 2011 mit rund 1,9 Milliarden Euro Absatzhilfe vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützt werden. Fallen die Einnahmen höher aus als kalkuliert, werden die Subventionen entsprechend gekürzt, was den Staatshaushalt entlastet.

So wurden 2009 rund 450 Millionen von 2,2 Milliarden Euro nicht abgerufen. 2010 sparte die Kohlebranche trotz Wirtschaftskrise und Nachfrageeinbruch immerhin 185 Millionen der geplanten zwei Milliarden Euro Subvention ein.

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Quelle: n-tv.de

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