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Dank robuster Konjunktur: Staatskassen verbuchen Rekordüberschuss

Das solide Wachstum der deutschen Wirtschaft kommt auch den öffentlichen Kassen zugute. Der staatliche Überschuss 2015 ist sogar noch größer als im Ausnahmejahr 2000. Wichtigste Stütze bleibt vorerst die Kauflaune der Verbraucher.

Der deutsche Staat hat 2015 einen Finanzierungsüberschuss in Höhe von rund 19,4 Milliarden Euro verbucht. Das ist absolut gesehen der höchste Überschuss, den der Staat seit der deutschen Wiedervereinigung erzielte, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtete. Bezogen auf das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ergibt sich daraus eine Maastrichtquote von plus 0,6 Prozent. Der Vertrag von Maastricht sieht vor, dass ein EU-Staat nur ein Staatsdefizit von maximal minus 3 Prozent haben darf.

Die Staatseinnahmen summierten sich im vergangenen Jahr auf 1.350,0 Milliarden Euro, die Ausgaben auf 1.330,6 Milliarden Euro. Den höchsten Überschuss realisierte der Bund mit 10,3 (Vorjahr: 8,6) Milliarden Euro.

Dabei sei zu berücksichtigen, dass nur ein geringer Teil (0,5 Milliarden Euro) der gesamten Einnahmen aus der Versteigerung der Frequenzblöcke zum Mobilen Breitband (5,1 Milliarden Euro) im Jahr 2015 einnahmewirksam beim Bund gebucht wurde, merkten die Statistiker an. Ein wesentlicher Teil dieser Einnahmen werde erst im Jahr 2017 (3,8 Milliarden Euro) und später einnahmewirksam.

Auch die Länder setzten ihren Sparkurs fort und erzielten im Jahr 2015 einen Überschuss von 0,4 Milliarden Euro, nachdem im Vorjahr noch ein Defizit von 0,6 Milliarden Euro entstanden war.
Die Gemeinden erwirtschafteten 2015 einen Finanzierungsüberschuss von 3,9 Milliarden Euro nach einem Defizit von rund 2,4 Milliarden Euro 2014. Sie konnten damit absolut gesehen ihre finanzielle Situation im Vergleich zu den anderen staatlichen Ebenen am stärksten verbessern.

Der Überschuss bei der Sozialversicherung belief sich auf 4,8 Milliarden Euro und fiel im Vergleich zum Vorjahr (3,4 Milliarden Euro) ebenfalls substanziell höher aus.

Quelle: n-tv.de

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