Wirtschaft
Das Duisburger Stahlwerk des Industriekonzerns ThyssenKrupp.
Das Duisburger Stahlwerk des Industriekonzerns ThyssenKrupp.(Foto: dpa)

Geringe Nachfrage und Preisverfall: Stahlgeschäft reißt Thyssenkrupp ins Minus

Von der Krise in die Krise? Nachdem es lange so aussieht, als könne Thyssenkrupp die alten Sorgen hinter sich lassen, verzeichnet der Dax-Konzern im ersten Quartal des Geschäftsjahres wieder einen Millionenverlust. Ursache sind die niedrigen Preise für Stahl.

Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist wegen des rasanten Verfalls der Stahlpreise wieder in die roten Zahlen gerutscht. Im Ende Dezember abgelaufenen ersten Quartal seines Geschäftsjahres stand unter dem Strich ein Verlust von 23 Millionen Euro, wie das Dax-Unternehmen mitteilte. Vor einem Jahr erwirtschaftete Thyssenkrupp noch 50 Millionen Euro Überschuss. Während die Stahlsparten nun kräftig absackten, konnten die Industriegütergeschäfte ihren Gewinn halten oder sogar steigern.

Der Umsatz des Konzerns ging wegen der schwachen Stahlnachfrage und der niedrigen Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fünf Prozent auf 9,5 Milliarden Euro zurück. Der operative Gewinn (bereinigtes Ebit) schmolz um gut ein Viertel auf 234 Millionen Euro. Analysten hatten bessere Ergebnisse erwartet. Dennoch hielt der Vorstand an seiner Prognose fest, nach der der Gewinn im gesamten Geschäftsjahr deutlich steigen solle. Das Unternehmen betonte allerdings erneut, dass sich dafür das Stahlgeschäft erholen müsse.

"Die solide Entwicklung der Industriegütergeschäfte bestätigt uns, dass der Weg zum diversifizierten Industriekonzern richtig ist. Sorgen bereitet uns nach wie vor das Werkstoffgeschäft", zitierte Thyssenkrupp seinen Vorstandschef Heinrich Hiesinger. Um gegenzusteuern, will der Konzern im laufenden Geschäftsjahr, das im September endet, 850 Millionen Euro einsparen. 250 Millionen Euro davon sind bereits erreicht.

Quelle: n-tv.de

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