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Milliardeninvestitionen winken: Teslas "Gigafactory" kann starten

Derzeit kostet ein Tesla-Modell rund 70.000 Dollar. Der Preis soll ab 2017 nur noch bei der Hälfte liegen, sinkende Kosten machen es möglich. Ausschlaggebend dafür ist eine Megafabrik für Batterien. Der Standort ist gefunden, die Politik frohlockt bereits.

Der wohl bekannteste Elektroautobauer Tesla und der japanische Elektronikriese Panasonic wollen ihre geplante riesige Fabrik zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien im US-Bundesstaat Nevada bauen. Die "Gigafactory" werde "die weltgrößte und am weitesten entwickelte Batterienfabrik", teilte der Gouverneur von Nevada, Brian Sandoval, mit. Er erwarte Geldzuflüsse von hundert Milliarden Dollar in den kommenden 20 Jahren. Etwa 6500 Menschen würden direkt in der Fabrik beschäftigt, die für weitere 16.000 Arbeitsplätze sorgen werde, sagte Sandoval.

"Nevada für immer verändern"

Tesla braucht die Fabrik dringend, um die Kosten für die in den Elektroautos verbauten Batterien durch Massenproduktion zu senken. Nur so kann das Unternehmen Wagen herstellen, die sich auch die breite Bevölkerung leisten kann. Das aktuelle Tesla-Modell kostet etwa 70.000 Dollar (rund 53.300 Euro). Ab 2017 soll das "Model 3" für 35.000 Dollar auf den Markt kommen.

Zudem will Tesla seine Produktion mit dem riesigen Werk massiv ausweiten. Die "Gigafactory" soll bis 2020 mehr Lithium-Ionen-Akkus fertigen als alle heutigen Fabriken zusammen. Bis Ende 2015 soll der Autoabsatz rund 25 000 Fahrzeuge pro Quartal erreichen. Zum Vergleich: Im gesamten letzten Jahr produzierte Tesla 20.000 Wagen, in diesem Jahr sollen es etwa 35.000 werden.  

Wegen hoher Entwicklungs- und Vertriebskosten macht Tesla aber jetzt schon deutliche Verluste. Um ein profitables Geschäftsmodell mit günstigeren Elektroautos auf die Beine zu stellen, muss die Mega-Batteriefabrik ein Erfolg werden.

Der Bau der "Gigafactory" soll laut Sandoval etwa fünf Milliarden Dollar (gut 3,8 Milliarden Euro) kosten. Das Unternehmen werde "Nevada für immer verändern", sagte der Gouverneur. Zu Steuervorteilen, die den Unternehmen gewährt worden sein sollen, äußerte er sich nicht. Laut Medienberichten sollen diese 1,25 Milliarden Dollar verteilt auf 20 Jahre betragen.

Quelle: n-tv.de

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