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Billige Rohstoffe helfen: ThyssenKrupp spart sich zum Gewinn

ThyssenKrupp verbessert im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahrs seinen Gewinn deutlich. Hinter dem Plus stecken allerdings vor allem Einsparungen und die niedrigen Rohstoffpreise. Bei Umsatz und Aufträgen sieht es mau aus.

ThyssenKrupp kommt auch nach der Rückkehr in die Gewinnzone nur schwer in Schwung. Das operative Ergebnis sei zwar im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 (per Ende Dezember) um fast ein Drittel auf 317 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen mit. ThyssenKrupp profitierte dabei aber vor allem von Kostensenkungen in der Stahlsparte und niedrigeren Rohstoffkosten. "Das konjunkturelle Umfeld bleibt unsicher und die geopolitischen Risiken hoch", sagte Vorstandschef Heinrich Hiesinger.

Hiesinger bekräftigte die Prognose, wonach der Konzern im Gesamtjahr seine Ergebnisse weiter verbessern will. In der europäischen Stahlsparte fuhr ThyssenKrupp ein Ergebnis von 79 Millionen Euro ein, nachdem es im Vorjahr nur 18 Millionen Euro gewesen waren. Der Preisdruck und die schwache Nachfrage bereiten ThyssenKrupp aber weiter Kopfschmerzen. Umsatz und Auftragseingang gingen zurück.

Die Zuwächse waren vor allem den Einsparungen zu verdanken. Die Stahlkocher hatten einer Reduzierung ihrer Wochenarbeitszeit auf 31 Stunden zugestimmt. Das lange Zeit für Verluste sorgende amerikanische Stahlgeschäft erzielte dank niedrigerer Rohstoffkosten und höheren Stahlpreisen in Nordamerika operativ ein ausgeglichenes Ergebnis.

Verlässliche Aufzugssparte

Eine Belastung sind weiterhin die Edelstahl-Töchter VDM und AST. Ihr Bereich "Special Materials" drückte das Ergebnis um 33 Millionen Euro. Bei AST in Italien sorgte zudem ein Streik für schwache Zahlen. ThyssenKrupp-Chef Hiesinger will beide Töchter mittelfristig abstoßen. Größter Gewinnbringer war erneut die Aufzugssparte, die ihren operativen Gewinn um 14 Prozent auf 178 Millionen Euro verbesserte.

Unter dem Strich fuhr ThyssenKrupp im Quartal nach Anteilen Dritter einen Gewinn von 50 Millionen Euro ein, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Fehlbetrag von 65 Millionen in den Büchern gestanden hatte. Hiesinger bestätigte die Prognose, wonach das operative Ergebnis im Gesamtjahr auf mindestens 1,5 Milliarden Euro von 1,3 Milliarden klettern und der Überschuss deutlich steigen soll. ThyssenKrupp hatte 2013/14 nach jahrelanger Krise erstmals wieder schwarze Zahlen geschrieben.

Quelle: n-tv.de

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