Wirtschaft
Laut eines Zeitungsberichts attestiert die zuständige US-Regulierungsstelle der Deutschen Bank "ernsthafte Probleme".
Laut eines Zeitungsberichts attestiert die zuständige US-Regulierungsstelle der Deutschen Bank "ernsthafte Probleme".(Foto: REUTERS)

Aktienkurse brechen ein: US-Regulierer entsetzt über Deutsche Bank

Schlampige Buchführung, unzureichende Kontrolle und mangelhafte technische Systeme - bei der zuständigen US-amerikanischen Notenbank fällt die Deutsche Bank durch. Als die Kritik öffentlich wird, schickt die Börse das Geldhaus auf eine Talfahrt.

Die für die Deutsche Bank zuständige Notenbank von New York wirft der US-Tochter des Instituts einem Medienbericht zufolge fehlerhafter Bilanzen vor. Zudem gebe es Schwächen bei der Buchprüfung, der Aufsicht und in der Technik, berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf ein Schreiben der Aufseher vom Dezember an das Management.

Das Ausmaß der Fehler lege nahe, dass die Deutsche Bank die Struktur des Berichtswesens in den USA grundlegend überarbeiten müsse. Früher angesprochene Fehler seien nicht angegangen worden, hieß es dem Bericht zufolge.

Der Brief wurde demnach von Daniel Muccia verfasst, der bei der New Yorker Fed für die Aufsicht der US-Töchter ausländischer Geldinstitute zuständig ist. Ein Unternehmenssprecher sagte dem "WSJ" zufolge, die Bank arbeite weiter sorgfältig daran, die Kontrollen und Systeme zu stärken und wolle in der Branche führend sein. In diesem Zusammenhang investiere man eine Milliarde Euro weltweit.

Der Zeitungsbericht schickte indes die Aktie des Geldhauses an der New Yorker Börse auf Talfahrt. Bis zum Handelsschluss fiel das Papier der Großbank an der Wall Street um annähernd 3 Prozent, erholte sich nachbörslich jedoch wieder etwas.

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Quelle: n-tv.de

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