Analysten nicht zufriedenUS-Wirtschaft wächst doch

Die US-Wirtschaft ist die größte Volkswirtschaft der Welt. Auf ihre Entwicklung achten Märkte und Politiker ganz genau. Zum Jahresnede 2012 weist das US-BIP zwar ein Plus auf. Es ist aber verschwindend gering - dank politischer Querelen.
Die größte Volkswirtschaft der Welt ist zum Jahresende 2012 kaum noch gewachsen. Der Grund dafür liegt vor allem am starken Rückgang der öffentlichen Ausgaben. Wie aus der zweiten Veröffentlichung des US-Handelsministeriums hervor geht, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Vereinigten Staaten von Amerika zwischen Oktober und Dezember nur noch mit einer aufs Jahr hochgerechneten Rate von 0,1 Prozent. Volkswirte hatten einen Zuwachs von 0,5 Prozent prognostiziert.
In einem ersten Ausweis hatte das Ministerium einen BIP-Rückgang um 0,1 Prozent gemeldet. Sein Vorjahresniveau überstieg das BIP im 4. Quartal um 2,2 Prozent.
Export aus Wachstumstreiber
Belastet wurde das Wachstum vor allem von den öffentlichen Ausgaben, die wegen des Haushaltsstreits zwischen Präsident und Kongress um 14,8 Prozent fielen. Die Verteidigungsausgaben sanken so stark wie zuletzt 1972, und ein Abbau von Lagerbeständen belastete das Wachstum noch stärker als zunächst angenommen. Eine Wachstumsstütze waren dagegen die Ausfuhren.
Im 3. Quartal war die US-Wirtschaft um 3,1 Prozent gewachsen, im zweiten Quartal war ein Zuwachs von 1,3 Prozent verzeichnet worden. Im ersten Jahresviertel war die Wirtschaftsleistung um 2,0 Prozent gestiegen. I
Der von der US-Notenbank als Inflationsmaß favorisierte Deflator für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) stieg um 1,5 Prozent (vorläufig: 1,2 Prozent) nach einem Anstieg von 1,6 Prozent im Vorquartal. Der BIP-Deflator betrug plus 0,9 Prozent nach plus 2,7 Prozent im Vorquartal. Der BIP-Deflator misst die Preisentwicklung anhand aller produzierten Waren und Dienstleistungen. Die Verbraucherpreise werden dagegen mittels eines repräsentativen Warenkorbs erhoben.