Wirtschaft
Auf der Überholspur: die US-Wirtschaft
Auf der Überholspur: die US-Wirtschaft(Foto: REUTERS)

Obama sieht "Jahr des Durchbruchs": US-Wirtschaft wächst dreimal schneller

In der Eurozone gilt Deutschland als die Konjunkturlokomotive. Im Vergleich zur US-Ökonomie, der größten Volkswirtschaft der Welt, steht sie aber noch im Bahnhof. Vor allem der starke Konsum und die gestiegenen Investitionen heizen dem US-BIP ein.

Mit dem stärksten Wachstum seit fast zwei Jahren wartet die US-Wirtschaft im abgelaufenen dritten Quartal auf. Das Bruttoinlandsprodukt legte zwischen Juli und September mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von 4,1 Prozent zu, wie das Handelsministerium mitteilte. Es korrigierte damit seine frühere Schätzung von 3,6 Prozent deutlich nach oben, weil die Unternehmen mehr investierten und die Verbraucher mehr konsumierten als bislang angenommen. Die weltgrößte Volkswirtschaft wuchs damit mehr als drei Mal so schnell wie Europas Nummer eins, Deutschland.

US-Präsident Barack Obama äußerte sich zufrieden:  "Die Wirtschaft ist stärker als sie seit langer Zeit war", sagte er. Für ihn sei es weiterhin Hauptaufgabe, für die Mittelschicht zu kämpfen. 2014 müsse zum "Jahr des Durchbruchs" werden.

Und es kommt noch besser

"Das sind ziemlich starke Daten", sagte Ökonom Ryan Sweet von Moody's Analytics, einer Tochter der bekannten Rating-Agentur. Auch für das Jahresende und den Start ins neue Jahr sehe es nicht schlecht aus. So fuhr die Industrie ihre Produktion zuletzt so stark nach oben wie seit einem Jahr nicht mehr, während der Einzelhandel zu Beginn des wichtigen Weihnachtsgeschäfts steigende Umsätze meldete. Besonders die gute Lage am Arbeitsmarkt lässt auf eine gute Konjunktur hoffen, sorgt der private Konsum doch für 70 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die Arbeitslosenquote ist derzeit so niedrig wie seit fünf Jahren nicht mehr.

2014 dürften die USA sogar noch eine Schippe drauflegen. Der Internationale Währungsfonds rechnet dann mit einem Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent, nachdem es im zu Ende gehenden Jahr rund 3 Prozent sein dürften.

Auch wegen der guten Aussichten hat die US-Notenbank Fed in dieser Woche den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Geldpolitik eingeleitet. Peu à peu soll das Wertpapier-Kaufprogramm von derzeit 85 Milliarden Dollar verringert werden. Der Leitzins dürfte aber noch bis in das Jahr 2015 bei nahe null Prozent verharren.

Quelle: n-tv.de

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