Samstag, 13. Februar 2010
Erster Neubau seit fast 30 Jahren: USA setzen auf Atomstrom
Im Kampf gegen den Klimawandel wenden sich die Vereinigten Staaten verstärkt der Kernenergie zu. Um den Bau von zwei neuen Meilern in Georgia finanziell abzusichern, stellt Washington eine milliardenschwere Bürgschaft bereit.
Dampf und Problemmüll statt Kohlendioxid: Kraftwerk Limerick in Pottstown, Pennsylvania.
(Foto: REUTERS)
Der US-Energiekonzern Southern Company kann für den Bau und Betrieb eines neuen Kernkraftwerks mit einer milliardenschweren Bürgschaft der Regierung rechnen.
Präsident Barack Obama werde für die Errichtung des seit fast drei Jahrzehnten ersten AKW kommende Woche 8,7 Mrd. Dollar an Sicherheiten bereitstellen, kündigte ein Regierungsvertreter an.
Southern Nuclear, eine Tochter des regionalen Energieversorgers Southern Company, betreibt bislang drei Kernkraftwerke, die nach Angaben des Unternehmens bis zu 20 Prozent des Strombedarfs der beiden Bundesstaaten Alabama und Georgia abdecken. Die Bauarbeiten für die Neubauprojekte "Vogtle 3 und 4" am Standort Burke County, Georgia haben bereits begonnen.
Von Beruf "Nuclear Reactor Operator" in Alabama: Scharf aufpassen und bloß nicht auf den falschen Knopf drücken.
(Foto: REUTERS)
Damit wolle der Präsident deutlich machen, dass die Stromerzeugung aus Kernkraftwerken im Kampf gegen den Klimawandel eine wichtige Rolle spielen solle.
Die Bürgschaft werde durch ein aus dem Jahr 2005 stammendes Gesetz möglich, dass der Regierung gestattet, Maßnahmen gegen die Luftverschmutzung und die Erderwärmung finanziell zu unterstützen.
Im Entwurf für das am 1. Oktober beginnende Haushaltsjahr 2011 hat Obama eine Verdreifachung der Bürgschaften für Kernkraftwerke auf mehr als 54 Mrd. Dollar vorgeschlagen. Im Kampf gegen den Klimawandel halten die Befürworter der umstrittenen Technologie den vermehrten Ersatz von Kohlekraftwerken durch Atommeiler für unerlässlich.
mmo/rts
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