Wirtschaft
Der Unternehmer zählte auch Rudi Dutschke zu seinen Freunden.
Der Unternehmer zählte auch Rudi Dutschke zu seinen Freunden.(Foto: picture alliance / dpa)

Kontakt zur linken Szene: Umzugsunternehmer Klaus Zapf ist tot

Der Umzugsunternehmer Klaus Zapf ist gestorben. Er wurde nur 62 Jahre alt. Bekanntheit erlangte er durch den Erfolg der von ihm gegründeten Firma "Zapf Umzüge" in Berlin. Er hinterlässt eine Tochter.

Der Umzugsunternehmer Klaus Zapf ist tot. Er sei bereits am Mittwoch überraschend im Alter von 62 Jahren an den Folgen eines Herzinfarkts gestorben, teilte seine Firma mit und bestätigte einen Bericht der Berliner "B.Z.". Zapf, der laut dem Bericht seit dem 27. Juni zum dritten Mal verheiratet war, hinterlässt eine Tochter.

Zapf hatte seine Firma 1975 als Jurastudent in der alternativen Szene Westberlins gegründet. Nach eigenen Angaben betreut das Unternehmen heute an 14 selbstständigen Standorten mit rund 600 Mitarbeitern mehr als 60.000 Kunden pro Jahr. Mit dem Umzugsunternehmen ist Zapf zum Millionär geworden. Dennoch hatte er auch Kontakt zur linken Szene - zu seinen Bekannten zählte auch Rudi Dutschke.

Es begann mit einem Transporter

Die Geschichte der seit Jahrzehnten erfolgreichen Umzugsspedition begann mit einem Transporter, den Zapf vor knapp 40 Jahren in Westberlin für Entrümpelungen und Klaviertransporte nutzte. In der Folgezeit rückten Ex-Studenten, die bei Zapf gejobbt hatten, in das Management der Firma auf. Nach dem Fall der Mauer gab der stark wachsende Umzugsmarkt in Berlin Anfang der 90er Jahre der Spedition weiteren Auftrieb. Bereits zu seinem 30-jährigen Bestehen 2005 meldete das Unternehmen, dass jeder 80. Bürger einmal mit Zapf umgezogen sei.

In Porträts über Zapf wird nicht nur sein rockiges Aussehen hervorgehoben. Er war auch bekannt dafür, dass er als Kleinaktionär große Unternehmen verklagte. Als "Berufskläger" wurde er in Zeitungsberichten bezeichnet. Manchmal wurde er auch in den Bereich der räuberischen Erpressung gerückt.

Quelle: n-tv.de

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