Dienstag, 02. Februar 2010
Mit "Strategie 2018" an die Spitze: VW bereitet Attacke vor
Europas größter Autokonzern Volkswagen traut sich trotz Branchenkrise in den nächsten Jahren eine höhere Rendite zu. Der Wolfsburger Konzern gab erstmals mittelfristige Ziele bekannt, wonach er im Automobilbau eine operative Umsatzrendite von mindestens fünf Prozent erzielen will.
Dabei seien die Auswirkungen durch die bis 2011 in Schritten geplante Übernahme von Porsche nicht berücksichtigt, hieß es. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres waren im Kerngeschäft gerade einmal 1,6 Prozent erreicht worden.
Mittelfristig heißt üblicherweise drei bis fünf Jahre. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge will VW in diesem Zeitraum auf rund acht Millionen und bis 2018 auf über zehn Millionen Fahrzeuge steigern. Die Vorsteuerrendite des Konzerns soll dann bei über acht Prozent liegen. Bis dahin will der Konzern auch Weltmarktführer Toyota vom Thron stoßen.
Ausweitung des Baukastenprinzips
Dazu hatte Konzernchef Martin Winterkorn Belegschaft und Management bereits vor längerem auf die "Strategie 2018" eingeschworen. Sie sieht vor, dass Volkswagen die Produktion in den kommenden Jahren mit neuen Werken erhöht und mit Toyota auch um die Rentabilität wetteifert. Der japanische Rivale schwächelt derzeit wegen des durch mangelhafte Gaspedale in den USA und Europa verursachten Massenrückrufs. Die schwierige Lage von Toyota wollen Konkurrenten wie Volkswagen durch verstärkte Werbung für sich ausnutzen.
Zur Strategie 2018 von Volkswagen gehören auch weitere Einsparungen und eine Ausweitung des sogenannten Baukastenprinzips, bei dem in verschiedenen Modellen gleiche Bauteile eingesetzt werden, wodurch wiederum die Kosten sinken. Außerdem will Volkswagen die Entwicklung umweltfreundlicher Antriebe vorantreiben. Gleichzeitig soll die Sachinvestitionsquote auch mittel- bis langfristig bei rund sechs Prozent vom Umsatz gehalten werden.
wne/rts
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