Wirtschaft
Vattenfall möchte unter anderem den Braunkohlestandort Jänschwalde in Brandenburg loswerden.
Vattenfall möchte unter anderem den Braunkohlestandort Jänschwalde in Brandenburg loswerden.(Foto: picture alliance / dpa)

8000 Beschäftigte bangen um Jobs : Vattenfall wartet auf Bieter für Braunkohle

Bis zum Jahresende will Vattenfall sich aus dem Braunkohlegeschäft in Deutschland verabschieden. Für seine Kohlegruben und Kraftwerke sucht der schwedische Energieriese deshalb ab sofort nach Käufern. Der Verkauf hat politische Gründe.

Der schwedische Energiekonzern Vattenfall treibt den Verkauf seines Braunkohlegeschäfts in Deutschland voran. Potenzielle Käufer können ab sofort ihr Interesse bekunden, wie Vattenfall mitteilte. Im Angebot ist demnach das gesamte Geschäft der Braunkohleverstromung und des Braunkohletagebaus: Jänschwalde und Schwarze Pumpe in Brandenburg sowie Boxberg in Sachsen. Ein weiteres Kraftwerk, Lippendorf im Landkreis Leipzig, gehört den Schweden zusammen mit dem Karlsruher Energiekonzern EnBW. In den fünf Kohlegruben und drei Kraftwerken sind zusammen rund 8000 Mitarbeiter beschäftigt. Geplant sei, das Geschäft bis 2016 abzuschließen.

Auch zehn Wasserkraftwerke nicht weit vom Braunkohlerevier in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt stehen zum Verkauf - allerdings nicht separat, wie Vattenfall betonte. Der Energiekonzern, zu hundert Prozent im Staatsbesitz, hatte im vergangenen Oktober den Verkauf seines Braunkohlegeschäfts angekündigt. Hintergrund ist ein politisch gewollter Kurswechsel nach dem damaligen Machtwechsel in Schweden. Dort bilden die Sozialdemokraten und die Grünen seit knapp einem Jahr eine Minderheitsregierung.

Vattenfall erklärte, das Unternehmen bekenne sich "uneingeschränkt" zu seinen anderen Geschäftsbereichen in Deutschland wie Fernwärme, Netz, Vertrieb, Großhandel und Windenergie.

Quelle: n-tv.de

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