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Kabel-Deutschland-Chef von Hammerstein geht: Vodafone regiert bei KDG durch

Vodafone lässt sich den Kauf von Kabel Deutschland eine zweistellige Milliardensumme kosten. Ein Beherrschungsvertrag stellt nun sicher, dass der Mobilfunkriese auf das KDG-Vermögen zugreifen kann. Und das ist noch nicht alles.

Vodafone übernimmt drei Monate nach dem Kauf der Mehrheit bei Kabel Deutschland auch die Kontrolle. Beide Unternehmen haben einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen, wie Kabel Deutschland mitteilte. Damit hat der britische Mobilfunkkonzern Zugriff auf die Unternehmenskasse der Münchner.

Die ausharrenden Aktionäre, die zusammen noch 23 Prozent an Kabel Deutschland halten, haben nun die Wahl. Sie können sich ihre Papiere entweder für je 84,53 Euro in bar von Vodafone  abkaufen lassen oder eine jährliche Garantiedividende von 3,77 Euro nehmen. Zu ihnen gehören vor allem Hedgefonds wie Elliott des New Yorker Investors Paul Singer. Sie klagen gern gegen die Höhe der Abfindung. Elliott hatte das vor über einem Jahr beim Düsseldorfer Kranhersteller Demag Cranes durchexerziert.

Cubero folgt auf von Hammerstein

Den Clinch mit den Hedgefonds wird Kabel-Deutschland-Chef Adrian von Hammerstein nicht mehr mitmachen. Der 60-Jährige räumt seinen Posten zum 31. März - auf eigenen Wunsch, wie der deutsche Kabelmarktführer mitteilte. Von Hammerstein führte das Unternehmen mehr als sechs Jahre und war eigentlich als Leiter der Vodafone-Festnetzsparte gesetzt. Seine Nachfolge an der Konzernspitze tritt Manuel Cubero an, der derzeit das operative Geschäft leitet.

Vodafone hat Kabel Deutschland im Herbst inklusive Schulden für knapp 11 Milliarden Euro geschluckt. Vodafone will durch den Kabel-Deal ein Schwergewicht mit superschnellen Datennetzen im Mobilfunk und Festnetz in Deutschland schaffen und Marktführer Deutsche Telekom in die Zange nehmen.

Quelle: n-tv.de

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