Montag, 25. Oktober 2010
Insolvenzplan noch nicht durch: Weiter Bangen bei Märklin
Bei Märklin sind noch einige Hürden zu überspringen. Die Gläubiger haben noch Forderungen von insgesamt etwas weniger als 100 Millionen Euro. Insolvenzverwalter Pluta will die Problematik bis zum Jahresende lösen.Der Insolvenzplan für den Modelleisenbahnhersteller Märklin ist noch nicht in trockenen Tüchern. Der Gläubigerausschuss beriet zunächst über den Plan von Insolvenzverwalter Michael Pluta. Dieser möchte die Insolvenz des Traditionsunternehmens aus dem schwäbischen Göppingen zum Jahreswechsel beenden. Endgültig entscheiden muss eine Versammlung aller Gläubiger. Ihre Forderungen belaufen sich auf insgesamt rund 93 Millionen Euro.
Der Termin für die Vollversammlung der Gläubiger stehe
noch nicht fest, sagte eine Sprecherin des Insolvenzverwalters. Laut einem Bericht
des Südwestrundfunks (SWR) unter Berufung auf
das Amtsgericht Göppingen gibt es insgesamt 1380 Gläubiger; sie könnten frühestens
Ende November tagen.
Märklin hatte im Februar 2009 Insolvenz angemeldet. Seit Bekanntwerden der Zahlungsunfähigkeit mussten mehr als 400 Mitarbeiter gehen, rund 1000 sind an den Standorten in Deutschland und Ungarn geblieben. Vergangene Woche war bekanntgeworden, dass Märklin mit Stefan Löbich einen neuen Chef bekommt.
Mitte Juli hatte Märklin für das erste Halbjahr 2010 einen Anstieg des Auftragseingangs von 74 auf 78 Millionen Euro verkündet. Der Umsatz war von 40,4 auf 42,6 Millionen Euro gewachsen. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von minus 1,5 Millionen auf plus 1,8 Millionen Euro zu.
dpa
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