Wirtschaft

Hawtai-Einstieg abgeblasen: Weiterer Tiefschlag für Saab

Mission in China gescheitert: Spyker-Chef Victor Muller mit Hawtai-Boss Zhang Xiugen.
Mission in China gescheitert: Spyker-Chef Victor Muller mit Hawtai-Boss Zhang Xiugen.(Foto: REUTERS)

Der millionenschwere Einstieg des chinesischen Investors Hawtai beim angeschlagenen schwedischen Autobauer Saab ist geplatzt. Das teilte der Eigentümer von Saab, der niederländische Sportwagenbauer Spyker, mit. Hawtai hatte 150 Millionen Euro in Saab investieren und einen Anteil von knapp 30 Prozent an dem Autobauer übernehmen wollen. In Schweden waren zuletzt aber Zweifel an der Solidität von Hawtai aufgekommen.

Saab, einst Tochter des US-Autokonzerns General Motors (GM), gehört seit Januar 2010 Spyker. Der scheiterte aber an der Finanzierung des Unternehmens aus Trollhättan. Anfang April musste Saab die Produktion einstellen, nachdem Zulieferer aufgrund unbezahlter Rechnungen die Zusammenarbeit einstellten.

Hawtai hat sich bereits Tage zuvor gegen Zweifel an seiner Solidität verteidigt. Der Konzern habe seine Produktionszahlen nicht aufgebläht, versicherte ein Unternehmenssprecher. Dies sei gar nicht möglich, weil die Zahlen von offiziellen Verbänden veröffentlicht würden.

Der Sprecher reagierte auf einen Bericht der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet". Sie zitierte aus einem Bericht des schwedischen Botschafters in Peking, wonach Hawtai im vergangenen Jahr weniger Autos produzierte als angegeben und erst seit etwa einem Jahr Autos der eigenen Marke baue. Kernbereiche des Konzerns seien Bergbau, Energie, Telekommunikation, Infrastruktur sowie der Bankensektor und Immobiliengeschäfte. Der Hawtai-Sprecher versicherte, das Unternehmen baue bereits seit 2004 Geländewagen unter eigenem Namen.

Quelle: n-tv.de

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