Wirtschaft
Optimistisch, aber mit großen Herausforderungen versehen - so deuten die Wirtschaftsweisen die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.
Optimistisch, aber mit großen Herausforderungen versehen - so deuten die Wirtschaftsweisen die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland.(Foto: picture alliance / dpa)

BIP-Plus von 1,6 Prozent: Wirtschaftsweise warnen künftige Regierung

Der Sachverständigenrat schaut optimistisch in die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Allerdings sehen die Experten auch "große Herausforderungen". Eine "rückwärtsgewandte Wirtschaftspolitik" der neuen Regierung wäre kontraproduktiv.

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Die fünf Wirtschaftsweisen rechnen im kommenden Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent. Grund für die konjunkturelle Aufhellung sei die Beschleunigung der weltweiten Produktion, hieß es im Jahresgutachten des Sachverständigenrates. In diesem Jahr wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach bei 0,4 Prozent liegen.

In ihrem Gutachten warnen die Wirtschaftsweisen vor einer "rückwärtsgewandten Wirtschaftspolitik". Die gute Position Deutschlands im Vergleich zu den Krisenländern des Euroraums "scheint vielfach den Blick auf die großen zukünftigen Herausforderungen verstellt zu haben", kritisierten sie.

Derzeit in den Koalitionsverhandlungen diskutierte Maßnahmen wie die Mütterrente, eine Aufstockung niedriger Renten sowie Ausnahmen von der Rente mit 67 gingen überwiegend zu Lasten der kommenden Generationen. Die Reformen der Agenda 2010 dürften daher nicht verwässert oder teilweise zurückgenommen werden, hieß es im Gutachten.

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung übergab das Gutachten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Die Regierung prognostiziert für 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent. In diesem Jahr wird die deutsche Wirtschaft demnach um 0,5 Prozent wachsen.

Quelle: n-tv.de

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