Freitag, 18. Dezember 2009
Auf letzten Drücker: Zumwinkel überweist Geld
Der ehemalige Chef der Deutschen Post, Klaus Zumwinkel, hat kurz vor Fristablauf seine Millionenschuld aus dem Steuerprozess in der Liechtenstein-Affäre bezahlt.Der 66-Jährige war im Januar zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe und einer Million Euro Geldbuße verurteilt worden, die bis zum Jahresende gezahlt werden musste. Das Landgericht Bochum bestätigte den Eingang des ausstehenden Geldes.
800.000 Euro hat Zumwinkel vor wenigen Tagen an die Staatskasse gezahlt. Die übrigen 200.000 Euro hat der inzwischen in Italien lebende Manager an Organisationen wie die Deutsche Krebshilfe, die Kindernothilfe oder den WWF überwiesen. Die Affäre kostete ihn das Amt als Postchef. Gegen ihn wird jetzt noch in der Bespitzelungsaffäre der Telekom ermittelt.
Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt zurzeit in rund 400 weiteren Fällen im Zusammenhang mit der Liechtenstein-Affäre. Die Daten waren der Liechtensteiner LGT-Bank gestohlen und später an den Bundesnachrichtendienst verkauft worden.
In diesem Zusammenhang wurde nach Angaben vom Freitag eine weitere Millionen-Hinterziehung angeklagt. Im Visier steht ein mutmaßlicher Steuersünder aus dem Raum Aachen. Die Klage sei beim Landgericht Krefeld gestellt. Der Fall liegt in der Größenordnung ähnlich wie bei Zumwinkel.
wne/dpa
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