Wirtschaft
Auch für die Eurozone verbessern sich die Erwartungen im November.
Auch für die Eurozone verbessern sich die Erwartungen im November.(Foto: picture alliance / dpa)

ZEW-Index steigt: Zuversicht in deutsche Konjunktur steigt

Börsenprofis blicken wieder zuversichtlicher auf die deutsche Wirtschaft: Denn die Erwartungen von Finanzanalysten und institutionellen Investoren für Deutschland steigen im Dezember auf 16,1 Punkte. Im Vormonat lag der ZEW-Index noch bei 10,4.

Börsenprofis blicken wieder zuversichtlicher auf die deutsche Wirtschaft. Der Index für die Konjunkturerwartungen in den nächsten sechs Monaten stieg im Dezember auf 16,1 Punkte von 10,4 Zählern im Vormonat, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zu seiner Umfrage unter 223 Analysten und Anlegern mitteilte.

Damit kletterte das Barometer zum zweiten Mal in Folge und erreichte den höchsten Stand seit August. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 15,0 Punkten gerechnet. Der Index der Lagebeurteilung verbesserte sich auf 55,0 Zähler von 54,4 im Vormonat. Die Erwartung der Volkswirte lag bei 54,2 Zähler.

Die Flüchtlingskrise stelle Deutschland zwar vor große Herausforderungen, und die konjunkturelle Abkühlung in den Schwellenländern setze die deutsche Exportwirtschaft unter Druck, sagte ZEW-Präsident Clemens Fuest. "Doch insgesamt steigt die Zuversicht, dass sich die deutsche Konjunktur gegenüber diesen Herausforderungen im neuen Jahr als robust erweisen wird."

Carsten Brzesji von der Ing Bank unterstützt diese Ansicht. Für ihn gegen die größten Risiken für die Wirtschaft von anderen Bereichen aus: "Trotz eines turbulenten Jahres mit der Griechenland-Krise, der Abkühlung in China, dem Flüchtlingszustrom und erhöhter geopolitischer Risiken wächst die deutsche Wirtschaft solide. Die positive Dynamik sollte im nächsten Jahr anhalten, auch wenn sie nicht atemberaubend hoch ist. Die größten Risiken gehen von zu niedrigen Ölpreisen und den politischen Nebenwirkungen der Flüchtlingskrise aus."

Die Konjunkturerwartungen für die Eurozone verbesserten sich im November ebenfalls. Der entsprechende Indikator stieg um 5,6 auf 33,9 Zähler. Der Indikator für die aktuelle Konjunkturlage im Euroraum zog um 0,4 auf minus 9,6 Punkte an.

Quelle: n-tv.de

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