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Griechenlands verlorene Generation: Zwei Drittel der Jugendlichen sind arbeitslos

Die Zahlen sind alles andere als ermutigend: In Griechenland haben fast zwei Drittel der Jugendlichen unter 24 Jahren keine Arbeit. Auch in Portugal steigt die Arbeitslosigkeit auf einen Rekordstand. Die Internationale Arbeitsorganisation ist alarmiert.

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Nur etwa jeder dritte Jugendliche in Griechenland hat eine Arbeit. Wie das Statistische Amt (Elstat) mitteilte, stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Februar auf 64,2 Prozent. Zu den dramatischen Zahlen in Griechenland sagte Finanzminister Ioannis Stournaras, die Talfahrt der Wirtschaft werde 2014 ein Ende haben. Damit werde auch die  Arbeitslosigkeit zurückgehen.

Erste positive Zeichen habe es bereits gegeben: Im April 2013 sind nach offiziellen Angaben 29.000 Menschen mehr eingestellt als entlassen worden.

In Portugal waren im ersten Quartal 2013 rund 42 Prozent der unter 24-Jährigen ohne Job. Hier stieg die Arbeitslosigkeit insgesamt auf den Rekordstand von 17,7 Prozent. Nach dem Bericht der INE waren zum 31. März mehr als 952.000 Menschen im ärmsten Land Westeuropas als arbeitssuchend gemeldet.

Finanzminister Stournaras bemüht sich um Optimismus.
Finanzminister Stournaras bemüht sich um Optimismus.(Foto: dpa)

Weltweit steigt die Jugendarbeitslosigkeit nach Angaben der Vereinten Nationen - allerdings nicht überall so dramatisch wie in manchen Euro-Staaten.  2013 werde die Jugendarbeitslosigkeit 2013 durchschnittlich 12,6 Prozent betragen  - nach 12,4 Prozent im Vorjahr, erwartet die Internationale Arbeitsorganisation (Ilo) in einem Trendbericht. Etwa 73,4 Millionen 15- bis 24-Jährige werden demnach 2013 ohne Job sein. Die Ilo warnte, das Wohlergehen einer ganze Generation sei gefährdet. Immer mehr Jugendliche würden den sozialökonomischen und politischen Systemen ihrer Staaten misstrauen, wie Massenproteste in Spanien und Griechenland gegen Sparmaßnahmen der Regierungen zeigten.

Deutschland schneidet gut ab

Über dem weltweiten Durchschnitt liegt den Angaben zufolge die Jugendarbeitslosigkeit in den Industriestaaten einschließlich der EU, wo sie zwischen 2008 und 2012 um fast ein Viertel auf 18,1 Prozent gestiegen sei. Nur in sechs Industriestaaten ist die Quote demnach geringer als 10 Prozent. Hierzu gehört auch Deutschland, wo sich die Arbeitslosenzahl in der jungen Altersgruppe von 2005 bis 2012 halbiert hat.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht als Hauptgrund dafür die Veränderung der Altersstruktur in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit sei nicht gesunken, "weil mehr Arbeits- oder Ausbildungsplätze mit Jugendlichen besetzt wurden", sagte DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke. Jugendarbeitslosigkeit sei hierzulande vor allem ein Qualifikationsproblem. Mehr als die Hälfte aller arbeitslosen Jugendlichen im Jahr 2010 hätten keinen Berufsabschluss gehabt.

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Quelle: n-tv.de

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