Wirtschaft
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Warten auf Zalando: Dax erholt sich langsam

Es geht an diesem Tag zuerst verhalten los, am Ende liegt der Dax aber in der Gewinnzone - US-Konjunkturdaten beflügeln die Fantasien der Händler. Noch besseren Index-Werten stehen schwache Titel der Autoindustrie gegenüber.

Schwache Konjunkturdaten aus den USA haben dem deutschen Aktienmarkt Kursgewinne beschert. Ein Hauspreisindex, eine Umfrage unter Einkäufern in Unternehmen und das Verbrauchervertrauen blieben sämtlich hinter den Erwartungen der Marktakteure zurück. Das könnte für eine weiter lockere Geldpolitik der US-Notenbank sprechen und gegen steigende Zinsen, argumentierten Händler.

Nach drei schwachen Börsentagen erholte sich der Dax um 0,6 Prozent auf 9474 Punkte. Der MDax zog am Dienstag um 0,69 Prozent auf 15.995 Punkte an, der TecDax legte um 0,24 Prozent auf 1249 Zähler zu.

Größeren Kursgewinnen standen die Automobilwerte im Wege. Eine Gewinnwarnung von Ford vom Vorabend hatte Verkäufe im Automobilsektor zur Folge. Daimler drehten zwar im späten Handel ins Plus, aber BMW, Continental, VW und vor allem Infineon gaben nach. Die Kursabgaben reichten von 0,2 Prozent bei BMW bis zu 3,3 bei Infineon. Diese litten zudem unter einem gesenkten Kursziel der Bank Kepler Cheuvreux.

Bayer stiegen um 1,7 Prozent. Vom jüngsten Rekordhoch der Aktie hat der Kurs zuletzt wieder um knapp 5 Prozent nachgegeben. "Mit der Abspaltung von Material Science gibt es bei Bayer einen guten Grund für Käufe in vorübergehende Kursschwächen", sagt ein Händler. Kursstützend sei zudem der zum Euro feste Dollar. Bayer erwirtschafte ein Viertel des Umsatzes in Nordamerika, so dass sich hier der Wechselkurs gewinnsteigernd auswirke.

Bei den Nebenwerten zogen Bilfinger um 6,1 Prozent an. Am Montag kurz vor Handelsschluss hatte der Baukonzern mitgeteilt, dass der Anteil des Großaktionärs Cevian Capital auf mehr als 25 Prozent gestiegen ist. Das trieb Bilfinger im Verlauf des Tages kontinuierlich nach oben.

Am Mittwoch dürften die Akteure vor allem auf die Erstnotiz von Zalando schauen, wenn der Online-Bekleidungshändler den Einstand an der Börse feiert. Der Ausgabepreis für die Aktien liegt bei 21,50 Euro und damit näher am oberen Rand der von 18 bis 22,50 Euro reichenden Preisspanne. Im so genannten Graumarkt wurden am Montag bereits bis zu 30 Euro für die Aktie gezahlt.

Quelle: n-tv.de

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