Wirtschaft
Der Preis für das schwarze Gold geht parallel zu den politischen Erfolgen im Syrien-Konflikt etwas zurück.
Der Preis für das schwarze Gold geht parallel zu den politischen Erfolgen im Syrien-Konflikt etwas zurück.(Foto: REUTERS)

Stahlpreis fällt weiter: Diplomatie lockert den Ölpreis

Die Einigung auf einen Entwurf für eine Syrien-Resolution lässt die Ölpreise sinken. Der Goldpreis schielt auf die US-Konjunkturdaten, während die Stahlpreise unter dem Überangebot in China leiden.

Die voranschreitende Entspannung im Syrien-Konflikt nimmt den Druck vom Ölpreis. Die fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat hatten sich am Donnerstag auf einen Entwurf für eine neue Resolution geeinigt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete am Freitagmorgen 109,08 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 33 Cent auf 102,70 Dollar.

Der Text der neuen Resolution werde noch am Abend dem kompletten Sicherheitsrat vorgelegt, hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow gesagt. Eine Abstimmung über den Entwurf wurde bei dem Treffen nach Informationen aus westlichen Diplomatenkreisen jedoch nicht erwartet. Dafür gebe es noch keinen Termin, hieß es.

Goldpreis tritt auf der Stelle

Auch die zaghafte Annäherung zwischen den USA und dem Iran lässt den Ölpreis nachgeben. Dagegen stützt der schwächelnde Dollar die Ölpreise, nachdem die US-Notenbank Fed vor gut einer Woche bekanntgegeben hatte, ihre Geldschwemme zunächst unvermindert fortzuführen.

Der Goldpreis zeigt sich kaum verändert gegenüber dem späten US-Handel bei 1.325 Dollar je Feinunze. Die besser als erwarteten wöchentlichen US-Erstanträge hatten den Preis für das Edelmetall am Vortag belastet. Sollte sich der Trend am US-Arbeitsmarkt fortsetzen, dann dürfte die Federal Reserve ihre potenziell inflationstreibende Geldpolitik bald zurückfahren, so die Spekulation am Goldmarkt. Damit würde sich die Nachfrage für den "Inflationsschutz" Gold deutlich reduzieren.

Das Überangebot von Stahl in China drückt erneut den Preis am Freitag. Der Terminkontrakt in Schanghai fiel um bis zu 1,3 Prozent auf 3570 Yuan (583 Dollar) je Tonne. Angesichts der hohen Lagerbestände zögerten Marktteilnehmer mit weiteren Käufen, sagte Analyst Ding Rui von Zhongcai Futures. Dem Branchendienst Mysteel zufolge stiegen die chinesischen Stahl-Reserven in der vergangenen Woche auf 6,08 von 5,97 Millionen Tonnen.

Der bevorstehende chinesische Nationalfeiertag dämpfte die Nachfrage zusätzlich, da die Börsen des Landes vom 1. bis zum 7. Oktober geschlossen bleiben. In Singapur stagnierte der Preis für eine Tonne Eisenerz zur Lieferung nach China bei 133,80 Dollar.

Quelle: n-tv.de

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