Wirtschaft
(Foto: AP)

Die Marken halten - noch: Dow taumelt am "Cyber Monday"

Die Wall Street ist am Montag mit Verlusten aus dem Handel gegangen. Der Dow-Jones-Index sank um 0,5 Prozent auf 16.008 Punkte. Beim breiter gefassten S&P-500 betrug das Minus 0,3 Prozent auf 1800 Stellen. Der Nasdaq-Index gab um 0,4 Prozent nach und stand bei 4045 Zählern.

"Es ist ein ruhiger Handelstag nach der Feiertagswoche", sagte Tim Ghriskey von Solaris Group in New York. Er rechne nicht mit großen Bewegungen am Markt. In Erwartung einer anhaltend ultra-lockeren Geldpolitik haben die Aktienmärkte in den vergangenen Wochen deutliche Gewinne verzeichnet. Mit einer Änderung dieser Politik rechnen Analysten in den kommenden Monaten.

Hoch und runter

Im Blickpunkt der Händler standen vor allem Konjunkturdaten. Der Einkaufsmanager-Index für die US-Industrie kletterte im November auf den höchsten Stand seit Januar. In der Eurozone wuchsen die Geschäfte der Industrie in dem Monat so stark wie seit fast zweieinhalb Jahren nicht mehr. Die chinesische Industrie verlor zwar leicht an Schwung. Der Einkaufsmanagerindex hielt sich aber besser als erwartet.

Hauptthema war das am Wochenende eingeläutete Weihnachtsgeschäft. Während Aktien von Internetkaufhäusern tendenziell gesucht waren, gehörten die Papiere von traditionellen Kaufhäusern eher zu den Verlierern. Grund dafür ist der als Online-Einkaufstag zunehmend populäre sogenannte "Cyber Monday". Laut Verbandsschätzungen dürften am Montag 131 Millionen US-Konsumenten Onlinekäufe tätigen.

J.C. Penney gaben derweil 1,8 Prozent nach, während Wal-Mart ein kleines Plus schafften. Branchenerhebungen zufolge sind am ersten großen Einkaufswochenende vor Weihnachten zwar mehr Menschen in die Läden gepilgert, haben dort im Durchschnitt aber weniger ausgegeben als vor einem Jahr.

Amazon hebt ab - und fällt

Die Aktien von Ebay legten um 1,6 Prozent zu. Amazon.com drehten nach einem positiven Start ins Minus und verloren 0,3 Prozent, obgleich das Unternehmen am Wochenende mit der Idee für Aufmerksamkeit sorgte, Pakete in Zukunft mittels Drohnen noch schneller ausliefern zu wollen.

Mit Abstand größter Verlierer im Dow Jones Index waren die Aktien von 3M. Nach einer Abstufung durch Morgan Stanley auf "Underweight" verloren sie 4,4 Prozent. Bei 3M gebe deutlich weniger Spielraum für weitere Verbesserungen angesichts bereit sehr hoher Margen, kritisieren die Analysten.

Stärkere Kursbewegungen gab es in der Chemiebranche. Als "positive Überraschung" bezeichneten die Analysten von Cowen die Pläne von Dow Chemical, die Produktionskapazität von Chlor und Ätzmitteln zu reduzieren. Die Aktie von Dow Chemical gewann 2,4 Prozent. Kräftig aufwärts ging es auch mit den Papieren von Chemikalienhändlern wie Axiall, Olin und Westlake Chemical

Quelle: n-tv.de

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