Wirtschaft
Gold war einer der großen Verlierer des vergangenen Jahres. Jetzt haben Anleger wieder Lust auf Gold.
Gold war einer der großen Verlierer des vergangenen Jahres. Jetzt haben Anleger wieder Lust auf Gold.(Foto: REUTERS)

Frischer Glanz: Goldpreis wieder über 1300 Dollar

Gold hat in den vergangenen Jahren einiges an Glanz verloren. Das scheint sich jetzt zu ändern. Positiv werten Chartanalysten, dass es für den Goldpreis nicht nur in Dollar, sondern auch in vielen anderen Währungen aufwärts geht.

Der Goldpreis hat den jüngsten Aufwärtstrend zum Wochenschluss weiter fortgesetzt und ist erstmals seit Anfang November wieder über die Marke von 1300 US-Dollar gestiegen.

Am Freitagmittag wurde die Feinunze (etwa 31,1 Gramm) in der Spitze zu einem Kurs von 1316 Dollar gehandelt. Das gelbe Edelmetall war damit so wertvoll wie zuletzt am 8. November.

Seit Ende 2013 ist der Goldpreis tendenziell auf Erholungskurs, nachdem er im vergangenen Jahr bei etwa 1180 Dollar den tiefsten Stand seit 2010 erreicht hatte.

Als Grund für den Anstieg des Goldpreises nennen Experten die jüngste Dollarschwäche. Das gelbe Edelmetall wird in der US-Währung gehandelt und ein schwacher Dollar verstärkt die Nachfrage außerhalb des Dollarraums. Experten der Commerzbank sehen in enttäuschenden US-Konjunkturdaten eine Ursache dafür, dass der Dollar unter Druck steht.

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Unter anderem hätten überraschend schwache Umsatzzahlen aus dem US-amerikanischen Einzelhandel vom Vortag darauf hingedeutet, dass die größte Volkswirtschaft der Welt etwas an Schwung verlieren könnte, so die Commerzbank-Experten.

Charttechniker sprechen von einem brauchbaren Fundament für eine längerfristige Gegenbewegung. Positiv werten sie, dass der Aufwärtstrend nicht nur für den Goldpreis in Dollars, sondern auch in vielen anderen Währungen gilt, wie etwa dem Euro, dem Pfund und dem Yen.

Ölpreise geben etwas nach

Die Ölpreise sind derweil etwas abgerutscht. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete am Morgen 108,44 US-Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Vortag. Das Fass der US-Ölsorte WTI zur Auslieferung im März verbilligte sich um 17 Cent auf 100,18 Dollar.

Im Handelsverlauf stehen die Daten zum Wirtschaftswachstum in der EU zur Veröffentlichung an. Nach Einschätzung von Experten werden die Ölpreise aber weiter von dem ungewöhnlich harten Winter in den USA mit einer hohen Nachfrage nach Heizöl und der jüngsten Dollar-Schwäche gestützt.

Quelle: n-tv.de

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