Wirtschaft
Erst deutlich rauf, dann richtig runter: Goldpreis fährt Achterbahn.
Erst deutlich rauf, dann richtig runter: Goldpreis fährt Achterbahn.(Foto: picture-alliance/ dpa)

Energieagentur sieht Probleme: Goldpreis sackt ab

Hoffnungen auf eine Wende im Irak-Konflikt sorgt an den Rohstoffmärkten für leichte Entspannung. Die Preise bei Öl und Gold entfernen sich zum Teil deutlich von ihren Vortagskursen. Die Probleme sind aber nicht vom Tisch.

Der Vormarsch von Islamisten im Irak bedroht nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur IEA die Pläne der Regierung in Bagdad zur Ausweitung der Rohöl-Förderung. Dabei sei das Land der Wachstumstreiber innerhalb der Opec, schrieb IEA-Chefin Maria van der Hoeven im Vorwort des veröffentlichten Berichts zu den mittelfristigen Aussichten für den Ölmarkt.

Die IEA geht bislang davon aus, dass die Organisation Erdöl exportierender Staaten (Opec) ihre Produktion bis 2019 um 2,08 auf 37,06 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag ausweitet. Fast zwei Drittel dieses Zuwachses werde voraussichtlich der Irak beisteuern. Gleichzeitig hoben die Experten ihre Prognose für den weltweiten Rohöl-Bedarf auf 92,76 Millionen Barrel pro Tag an. Das ist eine knappe Millionen Barrel mehr als im vorangegangenen Bericht von 2013. Grund hierfür sei die anziehende Konjunktur.

"Die Lage der Ölmärkte ist in vielen Bereichen angespannter als zu Beginn des US-Schieferöl-Booms und deutlich angespannter als noch vor einem Jahr", hieß es in dem Bericht weiter. In ihrem vorangegangenen Mittelfrist-Ausblick hatten die IEA-Experten noch prognostiziert, dass die Förderung von Schieferöl in den USA einen Großteil des weltweiten Zusatzbedarfs abdecken könne und die Opec-Staaten die Förderung daher nicht ausweiten müssten.

In den vergangenen zwölf Monaten hat sich die richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um knapp sieben Prozent auf aktuell etwa 113 Dollar je Barrel verteuert. Neben den Kämpfen im Irak, dem zweitgrößten Öl-Lieferanten innerhalb der Opec, trieben die ebenfalls von Unruhen ausgelösten Export-Ausfälle Libyens den Preis in die Höhe.

Preisrückgänge bei Öl und Gold

Ein Barrel Leichtöl der US-Sorte WTI kostete am späten Dienstagnachmittag 106,37 Dollar nach 106,90 am Vorabend. Die europäische Referenzsorte Brent ermäßigte sich ebenfalls leicht auf 112,70 von 112,94 Dollar.

Noch deutlicher war die Rückgang des Goldpreises: Die Feinunze verbilligte sich zeitweise auf 1259,20 nach 1272 Dollar im späten US-Handel. In der Spitze kostete sie am Montag über 1284 Dollar.

Quelle: n-tv.de

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