Wirtschaft
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Volle Lager vs Ukraine-Krise: Ölmarkt ist hin- und hergerissen

Die Rohstoffhändler können sich derzeit nicht entscheiden: Sollen sie angesichts der hohen US-Reserven auf fallende Preise setzen? Oder droht wegen der Ukraine-Krise ein Preisschock?

Die Ölpreise haben leicht zugelegt. Wesentliche Impulse blieben zunächst aus. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete 109,31 US-Dollar. Das waren 20 Cent mehr als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI stieg um 26 Cent auf 101,70 Dollar.

Händler nannten gegenläufige Faktoren, die aktuell die Ölpreise bestimmten. Auf der einen Seite wurde auf neue Lagerdaten aus den USA verwiesen. Nach Zahlen des Energieministeriums vom Mittwochnachmittag liegen die amerikanischen Rohölreserven zurzeit so hoch wie seit über achtzig Jahren nicht mehr. Das hohe Angebot drückt auf das Preisniveau. Für Preisauftrieb sorgt hingegen die Ukraine-Krise, in der sich nach wie vor keine Lösung abzeichnet.

Kupfer und Nickel verteuern sich

An den Metall-Märkten keimt dagegen wieder Hoffnung: Die starke Nachfrage aus China hat den Kupferpreis am Donnerstag auf ein Drei-Wochen-Hoch getrieben. Das Industriemetall kostete in der Spitze mit 6731 Dollar je Tonne 0,9 Prozent mehr als am Vortag. April und Mai sind traditionell die Monate, in denen der Kupferverbrauch in China aufgrund der stärkeren Bauaktivität zunimmt.

Weiter nach oben ging es auch für den Nickelpreis, der ein 14-Monats-Hoch von 18.600 Dollar je Tonne markierte. Das seit Januar gültige indonesische Exportverbot für Nickelerze verteuert das Metall seit Wochen. Gestützt wird der Preis ebenfalls von Spekulationen, dass die Krise in der Ukraine Lieferungen aus Russland, dem zweitgrößten Nickelproduzenten, behindern könnte, sollte der Westen seine Sanktionen ausweiten.

Quelle: n-tv.de

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