Wirtschaft
Pipelinebau im Osten Kanadas: Der Rohölmarkt reagiert extrem empfindlich auf tatsächliche oder drohende Schwankungen auf der Angebotsseite.
Pipelinebau im Osten Kanadas: Der Rohölmarkt reagiert extrem empfindlich auf tatsächliche oder drohende Schwankungen auf der Angebotsseite.(Foto: REUTERS)

Krim-Risiko treibt die Preise: Rohöl klettert nach Obama-Anruf

Die Aussichten auf eine schnelle diplomatische Lösung der Krim-Krise schwinden von Tag zu Tag. Im Vorfeld des Februar-Berichts zur Lage im US-Arbeitsmarkt drücken die Notierungen für Gold und Rohöl weiter nach oben.

Die Ölpreise legen wenige Stunden vor Bekanntgabe gewichtiger Konjunkturdaten aus den USA leicht zu: Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostet im frühen Handel 108,47 US-Dollar. Das sind 37 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) steigt um 35 Cent auf 101,91 Dollar.

Kurz vor dem Wochenende stehen die anstehenden Daten vom US-Arbeitsmarkt voll im Zentrum der Marktaufmerksamkeit. Die Erwartungen liegen bei einem Zuwachs um 149.000 Stellen und einer Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent. Bis zur Veröffentlichung dürften sich die Anleger am Ölmarkt nach Einschätzung von Händlern eher zurückhalten.

Am Vorabend hatten die Ölpreise noch von den besser als erwartet ausgefallenen US-Daten profitiert. Abgesehen davon stehen die Rohstoffpreise ganz unter dem Eindruck geopolitischer Risiken: Der ungewisse Ausgang der Krimkrise und die damit verbundenen Unwägbarkeiten über die künftigen Rohölbetzüge aus Russland stützten den Preis, wie Beobachter anmerkten. Das Barrel WTI kostete zum Settlement am Donnerstag 101,56 Dollar. Der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent stieg auf 108,10 Dollar.

Am Markt für Edelmetalle legte der Preis für Gold unterdessen im US-Handel deutlich zu, nachdem US-Präsident Barack Obama das geplante Referendum auf der ukrainischen Halbinsel Krim über eine Zugehörigkeit zu Russland als Verstoß gegen internationales Recht kritisiert hatte. Gold genießt am Markt einen Ruf als vermeintlich "sicherer Hafen". Die Feinunze stieg um 0,9 Prozent oder 11,50 Dollar auf 1351,80 Dollar. Am frühen Freitagmorgen notiert Gold bei 1350,30 Dollar und damit leicht unter dem Vorabendniveau.

Quelle: n-tv.de

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