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Freitag, 21. April 2006

Teure Bürgerpflicht: Dosenpfand für die Tonne

Die Ende April auslaufende Dosenpfand-Regelung hat die Bürger nach Einschätzung der Verbraucherzentralen bis zu 1,4 Mrd. Euro gekostet.

Zehn bis 25 Prozent aller pfandpflichtigen Einwegflaschen und -dosen seien nicht zurückgegeben worden, sondern im Müll gelandet oder vergessen worden, sagte ein Sprecher der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dem "Tagesspiegel". Recyclingunternehmen hätten den Verbraucherschützern diese Schätzung bestätigt.

"Dieses Geld steht dem Handel nicht zu, es gehört den Verbrauchern", sagte vzbv-Vorstand Edda Müller der Zeitung. Die alte Regelung, nach der die Flaschen und Dosen meist in den Supermarkt zurückgebracht werden mussten, in dem sie gekauft worden waren, sei zu kompliziert gewesen. "Niemand will dazu gezwungen werden, immer in das gleiche Geschäft zu gehen", erklärte Müller.

Ab dem 1. Mai können Verbraucher ihre leeren Getränkeverpackungen bei jedem Händler mit einer Verkaufsfläche aber 200 Quadratmetern zurückgeben, der diese Verpackungen im Sortiment hat.

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