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Preisanstieg bis 75 Dollar?Opec pumpt konstant

24.05.2009, 14:49 Uhr

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) will ihre Fördermenge angesichts des jüngsten Ölpreisanstieges offenbar konstant halten.

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Saudi-Arabien und Libyen rechnen mittelfristig mit einem weiteren Preisanstieg auf 75 Dollar. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Die Opec will einem Zeitungsbericht zufolge bei ihrer Sitzung am Donnerstag in Wien die Ölförderquoten auf dem bisherigen Niveau belassen. Das berichtete die saudi-arabische Zeitung "Al-Hayat" am Wochenende unter Berufung auf informierte Kreise aus der Golf-Region.

Jedoch werde die Opec darauf dringen, dass die Mitgliedsstaaten die festgelegten Quoten auch vollständig umsetzen, was Kreisen zufolge bisher nicht passiert ist. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters gehen elf von zwölf im Vorfeld befragte Analysten davon aus, dass die Opec ihre Fördermenge konstant halten wird.

Angesichts des gestiegenen Ölpreises, der kürzlich mit über 62 Dollar für ein Fass US-Leichtöl auf den höchsten Stand seit sechs Monaten geklettert war, äußerten sich mehrere Opec-Mitglieder optimistisch.

Steiler Anstieg erwartet

Saudi-Arabien und Libyen rechnen mittelfristig mit einem weiteren Preisanstieg auf 75 Dollar, während Venezuela von rund 70 Dollar ausgeht. Ein deutlicher Anstieg sei jedoch nur bei einer Erholung der Weltwirtschaft denkbar, sagte Libyens Öl-Beauftragter Schokri Ghanem. "Zum jüngste Preisanstieg hat auch beigetragen, dass einige Spekulanten wieder auf den Ölmarkt zurückgekehrt sind."

Die Opec hat ihre Ölfördermenge seit dem Ausbruch der Wirtschaftskrise mehrfach gedrosselt. Seit September fiel die Förderquote um 4,2 Mio. Barrel pro Tag.

Quelle: mmo/rts