Wirtschaft
Donnerstag, 14. September 2017

Der Börsen-Tag: Chinas Wirtschaft hustet, Börsen reagieren verschnupft

Schnell noch ein Blick zurück nach Asien: Die asiatischen Börsen wurden heute als erste von den schwächer als erwarteten Wirtschaftsdaten auch China ausgebremst.

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In Japan verlor der Nikkei-Index bis Handelsschluss 0,3 Prozent auf 19.807 Punkte, der breiter gefasste Topix gab ebenfalls 0,3 Prozent nach. Der MSCI-Index für Aktien außerhalb Japans lag 0,1 Prozent schwächer.

Für den Schanghai-Composite ging es um 0,4 Prozent auf 3.371 Punkte nach unten, in Hongkong lag der Hang-Seng-Index im späten Handel 0,3 Prozent im Minus.

In der chinesischen Wirtschaft mehren sich wieder die Zeichen für ein langsameres Wachstum. Die Konjunktur hat sich im August unerwartet abgekühlt.

Die Industrieproduktion ist ein guter Indikator für das Konjunkturwachstum. Diese hat sich im August den zweiten Monat in Folge verlangsamt.
Die Industrieproduktion ist ein guter Indikator für das Konjunkturwachstum. Diese hat sich im August den zweiten Monat in Folge verlangsamt.(Foto: dpa)

Unter anderem wuchs die Industrieproduktion weniger stark als gedacht. Erschwerend für die Börsen kommt hinzu, dass an den Märkten sowieso Zurückhaltung herrscht, da Investoren auf die US-Inflationsdaten warten.

Bei den Einzelwerten machten Anleger vor allem bei den zuletzt gut gelaufenen Versicherungsaktien und exportlastigen Titeln Kasse. MS&AD Insurance fielen um 0,8 Prozent, Sony Corp gaben 3,4 Prozent nach, Hitachi rund ein Prozent.

Einen kleinen Lichtblick gab es aber auch: Gegen den Trend legte der Kospi in Seoul um 0,7 Prozent zu. Hier stützten die guten Vorgaben der Wall Street, wo Dow & Co. erneut Rekordstände markiert hatten. Dazu kamen nach Aussage eines Händlers Käufe bei einzelnen Technologiewerten.

Europas Börsen folgen den negativen Vorgaben nach unten. Auch hier werden die mäßigen Wirtschaftsdaten aus China kritisch bewertet.

Die Frage ist: Wie schlecht ist es um Chinas Wirtschaft wirklich bestellt? Genau hierüber rätseln Experten nämlich seit Langem. Die rasant wachsende Volksrepublik ist ein großer Abnehmer für Waren aus der ganzen Welt. Wenn China schwere wirtschaftliche Probleme hat, dann betrifft das praktisch alle.

Quelle: n-tv.de