Wirtschaft
Donnerstag, 03. August 2017

Der Börsen-Tag: Sind die USA bald zahlungsunfähig?

US-Präsident Trump hin oder her: Dem Kongress bleibt nach Einschätzung der Commerzbank nicht mehr viel Zeit, die Schuldenobergrenze des Staats anzuheben und so einen Zahlungsausfall zu verhindern. Analyst Bernd Weidensteiner weist darauf hin, dass der Senat den Beginn der Sommerpause bereits auf die dritte August-Woche verschoben hat, um die anstehenden drängenden Gesetzesprojekte noch rechtzeitig zur Abstimmung zu bringen. Zugleich aber habe sich das Repräsentantenhaus, dessen Zustimmung ebenfalls notwendig sei, schon in die Ferien verabschiedet.

"Damit bleiben dem Kongress nach dem Ende der Pause am 5. September nur noch wenige Sitzungstage, um dem Drängen des Finanzministers nach Anhebung der Schuldengrenze bis Monatsende nachzukommen", so Weidensteiner.

Das US-Finanzministerium hat gestern bekräftigt, dass es die laufenden Ausgaben der Regierung nur noch bis 29. September finanzieren kann. Neben dem generell für die Zahlungsfähigkeit der USA entscheidenden Schuldenlimit geht es für den Kongress aber auch noch darum, die am 30. September auslaufende Ausgabenermächtigung ("Continuing Resolution") der Regierung zu erneuern.

Quelle: n-tv.de