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Schlafsand am Morgen besser nicht mit der Hand, sondern mit kaltem Wasser entfernen.
Schlafsand am Morgen besser nicht mit der Hand, sondern mit kaltem Wasser entfernen.(Foto: imago/Westend61)

Frage & Antwort, Nr. 436: Wie kommt der Schlafsand ins Auge?

Von Jana Zeh

Warum hat man morgens Sand in den Augen? (fragt Johann S. aus Aachen)

Er ist körnig, lästig und die meisten wissen gar nicht, wo er herkommt: der Schlafsand, den man sich morgens gern aus den Augen reibt. Umgangssprachlich werden die Krümel, die auch bei Hund und Katze auftreten, als Matzel, Krenak oder gar als Augendreck bezeichnet. "Das ist gar nicht so weit hergeholt, denn das, was sich über Nacht am Auge sammelt, besteht tatsächlich aus Staubpartikeln, Zellresten und getrockneten Sekreten", erklärt Augenarzt Georg Eckert vom Berufsverband für Augenärzte Deutschland. Der Augendreck ist also das Produkt eines körpereigenen Reinigungsmechanismus.

Wie entsteht er?

Der Sandmann ist nicht der Verursacher von Augendreck.
Der Sandmann ist nicht der Verursacher von Augendreck.(Foto: imago stock&people)

Da die Augenlider nachts geschlossen bleiben, sammelt sich Tränenflüssigkeit an Augen- beziehungsweise Lidrändern und trocknet dort. So entstehen die allseits bekannten Krümel. "Sind die Augen gesund, hat die Entstehung von Schlafsand über Nacht nichts mit Eiterbildung zu tun", betont Eckert. Verklebte, juckende und gerötete Augen dagegen sind ein Zeichen für eine Entzündung oder Infektion. In diesem Fall ist ein Arztbesuch angesagt.

Gründe für brennende Augen

Das Austrocknen der Schleimhäute über Nacht führt nicht nur zur Bildung von Augendreck, sondern oft auch zu einem leichten Brennen in den Augen nach dem Aufwachen. Die Augen fühlen sich dann so an, als hätte man gar nicht geschlafen. Dann werden die Augen morgens gerieben. Doch das Reiben kann einerseits das Brennen verstärken und andererseits, den Schlafsand ins Auge bringen. Besser ist es daher, das Gesicht mit kaltem Wasser zu waschen. So wird der Schlafsand entfernt und die Augen werden mit Wasser benetzt.

Wer dennoch oft unter brennenden Augen leidet, möglicherweise auch am Tage, kann sich mit speziellen Augentropfen helfen. "Diese sind dem natürlichen Tränenfilm nachempfunden", erklärt der Experte. Darüber hinaus sollte auf eine gute Augenhygiene geachtet werden. Das bedeutet, sich mehrmals am Tag mit sauberem Wasser das Gesicht zu waschen und so Wimpern und Augenlider - beide sollen die Augen schützen - von Fremdstoffen zu befreien. Zudem hilft es, am Tag, besonders wenn man lange vor Monitoren oder über Akten sitzt, einfach öfter als sonst, bewusst zu zwinkern. So wird auf ganz natürlich Weise das Auge befeuchtet und der Tränenfluss angeregt.

Übrigens: Wer sich mit geschminkten Augen ins Bett begibt, riskiert nicht nur, dass Schminke ins Auge gerät oder sich mit dem Schlafsand zu großen, unansehnlichen Klumpen verbindet, sondern auch Augenrötungen. Selbst ernsthafte Entzündungen der Augen können durch nicht entfernte Mascara oder Lidschatten entstehen.

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Quelle: n-tv.de

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