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Opel ist offen für alle: Vom Kadett bis zum Cascada

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Opel feiert seinen 150. Geburtstag und ist dennoch weit entfernt von ungetrübter Champagnerlaune. Das Lächeln des Siegers zurückbringen soll aber ein ganzer Reigen neuer Modelle, nicht zuletzt das Cabriolet Cascada. Denn wie kaum eine andere Fahrzeugart vermitteln Faltdachkünstler Faszination und Lebensfreude, vor allem, wenn sie erschwinglich sind.

Opel feiert seinen 150. Geburtstag und ist dennoch weit entfernt von ungetrübter Champagnerlaune. Das Lächeln des Siegers zurückbringen soll aber ein ganzer Reigen neuer Modelle, nicht zuletzt das Cabriolet Cascada. Denn wie kaum eine andere Fahrzeugart vermitteln Faltdachkünstler Faszination und Lebensfreude, vor allem, wenn sie erschwinglich sind.

Opel feiert seinen 150. Geburtstag und ist dennoch weit entfernt von ungetrübter Champagnerlaune. Das Lächeln des Siegers zurückbringen soll aber ein ganzer Reigen neuer Modelle, nicht zuletzt das Cabriolet Cascada. Denn wie kaum eine andere Fahrzeugart vermitteln Faltdachkünstler Faszination und Lebensfreude, vor allem, wenn sie erschwinglich sind.

Image wussten vor 75 Jahren auch die Väter des Kadett zu schätzen, weshalb der kleinste Opel von Anfang an als klassischer Volkswagen in geschlossener Form und als Cabriolet-Limousine vorgesehen war. Die Cabriolet-Limousine kombinierte auf fast ideale Weise Luxus und Lifestyle – das alles zu überschaubaren Preisen.

Genau das war unerlässlich in einer Zeit, die auch den Volkswagen Käfer hervorbrachte. Die Preise für den Opel begannen bei 2100 Reichsmark, 1936 für ein vollwertiges Familienauto fast unschlagbar wenig. Wirklich sensationell aber war die Preisgestaltung für die exklusive Cabriolet-Limousine, stand diese doch ohne Mehrkosten im Angebot.

Über 100.000 Einheiten des Kadett mit 23 PS leistenden 1,1-Liter-Motor liefen bis 1940 vom Band, während in Wolfsburg die Käfer erst in den Nachkriegsjahren in nennenswerter Stückzahl das Krabbeln lernten.

Rar und kostbar war der aufregend schöne Spider, den der Turiner Designer Pietro Frua auf dem Genfer Salon 1964 enthüllte. Ein Jahr später trat der von Italsuisse gebaute Frua-Spider in Genf zum kleinen Concours d’Elegance an gegen den Kadett Spider der Turiner Carrozzeria Vignale.

Auch der 1965 lancierte Kadett B wurde nicht werkseitig ins Cabriolet-Programm aufgenommen. Dies gelang erst dem Kadett C von 1973. Schon beim Start des ersten als Weltauto konzipierten Kadett gab es 18 verschiedene Karosserie- und Motorvarianten. 1976 wurden diese ergänzt durch eine Targaversion, ...

... die zugleich an die Cabriolet-Limousinen der Vorkriegszeit erinnerte. Beim Kadett Aero konnte jedoch das Mittelteil des Dachs demontiert und im Kofferraum deponiert werden, während das Faltverdeck hinter dem massiven Überrollbügel konventionell zurückgelegt wurde.

Gebaut wurde der Kadett Aero für Opel bis 1978 beim Stuttgarter Karossier Baur, immerhin 1242 Kunden orderten den Luftikus, ...

... der nach Produktionsende schnell zum Liebhaberstück avancierte.

Die italienischen Momente im Leben konnten Opel-Kunden mit dem Kadett E genießen, der 1985 zum Cabriolet mutierte und zwei Jahre später in Serie ging. Gezeichnet und gebaut wurde die offene Version des Kadett im Designatelier des Kult-Couturiers Nuccio Bertone, ...

... der seine Carrozzeria mit Großserienproduktionen für Opel auslasten wollte. Der Beginn einer erfolgreichen Allianz, die über Jahrzehnte Bestand haben sollte. Im Kampf der Henkelmann-Cabrios der 1980er Jahre war der Kadett trotz massiven Überrollbügels stets die elegante Alternative zum steifen Golf Cabrio von Karmann.

Stromlinienartige Formen machten zunächst die Kadett-Limousine zum Aerodynamik-Weltmeister, das Cabrio profitierte wenig später ebenfalls davon. Hinzu kamen alternativ sparsame oder starke Motoren, schneller als der Kadett GSI mit 115 PS war in der nach oben offenen Kompaktklasse damals keiner. Über 60.000 Frischluftfreunde bestellten den Kadett, der das Beste aus Bochum und Grugliasco kombinierte.

Einziger Kritikpunkt beim geöffneten Kadett blieb über die gesamte Laufzeit die Fertigungsqualität, hier konnte es Bertone nicht mit Karmann aufnehmen. Entsprechend eindeutig waren die Vorgaben aus Rüsselsheim an die Italiener bei der Konzeption des Astra Cabriolets.

Als der bügelfreie Viersitzer auf der IAA 1993 debütierte, feierten ihn Presse und Publikum als Inkarnation der "bella macchina". Von teutonischen Charakteristika in Fahrwerk und Technik überzeugten sich die Fachmedien anschließend in Tests, ...

... bei denen es der Astra bisweilen sogar mit BMW 3er Cabriolets aufnehmen konnte. Hätte in jenen Jahren nicht Opel mit hauseigenen Qualitätsproblemen kämpfen müssen, wäre der Open-Air-Astra mit elektrischem Verdeck bereits eine preiswertere Alternative zum BMW 3er gewesen.

Zum Bestseller stieg das bildhübsche Bertone-Modell dennoch auf. Und gewisse Langzeitqualitäten waren auch vorhanden, wie heute die im Straßenbild noch immer allgegenwärtigen Astra der Baureihe F demonstrieren.

Frischen Wind in die Klasse der kompakten Cabriolets für die ganze Familie blies Bertone im Jahr 2001 mit dem Opel Astra der Baureihe G. 200 PS beschleunigten den Turbo-Benziner fast bis zur 250-km/h-Marke, ...

... alternativ begnügte sich ein Diesel mit 6,4 Liter Normverbrauch.

Das Ganze verpackt in gefällige Formen und zu günstigen Preisen – eine Erfolgsformel trotz zahlreicher Konkurrenten.

2006 beugte sich die nächste Astra-Generation dem modischen Zwang des kostspieligen Stahl-Klappdachs. Ein aufwendiges Accessoire, das Opel als dreiteilige Konstruktion zugunsten größeren Kofferraumvolumens lieferte.

Seinen vorübergehenden Rivalen Ford Focus Coupé-Cabrio konnte der Astra Twin Top zwar bezwingen, ...

... aber erst mit dem Cascada findet Opel jetzt zurück zum preiswerteren und puristischeren Textil-Top. Dafür soll sich der Cascada künftig nicht nur mit VW Golf oder Peugeot 308 anlegen, sondern nach oben orientieren, dort wo Audi und BMW daheim sind und der Saab 9-3 das Feld geräumt hat.

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