Unter dem seit 1888 regierenden Kaiser Wilhelm II. hegt das Deutsche Reich weltpolitische Ambitionen.Bild 1 von 62 Die ausgleichende Außenpolitik des 1890 vom Kaiser entlassenen Reichskanzlers Otto Fürst von Bismarck gehört der Vergangenheit an.Bild 2 von 62 Deutschland kämpft um die Neuaufteilung der Welt. Da nutzen auch die verwandtschaftlichen Beziehungen Wilhelms zum britischen König Georg V. (Bild) nichts mehr.Bild 3 von 62 Zwei Machtblöcke stehen sich gegenüber: die Entente cordiale (Großbritannien, Frankreich, Russland) und der Dreibund (Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien - bis 1915).Bild 4 von 62 Seit 1905 existiert bereits der Plan von General Alfred Graf von Schlieffen (1833-1913).Bild 5 von 62 Nach dem Schlieffen-Plan soll während der für die russische Mobilmachung erforderlichen Zeit Frankreich niedergeworfen werden.Bild 6 von 62 Die danach frei werdenden Truppen sollen dann von der West- an die Ostfront verlegt werden.Bild 7 von 62 Auslöser für den Ersten Weltkrieg sind die tödlichen Schüsse des serbischen Nationalisten Gavrilo Princip am 28. Juni 1914 in Sarajevo auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand.Bild 8 von 62 Der 19-jährige Attentäter wird überwältigt. Österreich-Ungarn nimmt mit deutscher Unterstützung Kurs auf einen Krieg gegen Serbien.Bild 9 von 62 Österreichs greiser Kaiser Franz Josef I. - er stirbt am 21. November 1916 - steht der maroden Donaumonarchie mit zahlreichen Völkerschaften vor.Bild 10 von 62 Die österreichischen Streitkräfte sind auf die deutsche Unterstützung angewiesen.Bild 11 von 62 Nach der Kriegserklärung gegen Serbien treten die Bündnisse in Kraft. In Europa beginnt am 28. Juli 1914 der Erste Weltkrieg. Er sollte 8,5 Millionen Gefallene und über 21 Millionen Verwundete kosten.Bild 12 von 62 Theobald von Bethmann-Hollweg ist bei Kriegsausbruch deutscher Reichskanzler.Bild 13 von 62 Ein 70-jähriger Freiwilliger in Leipzig. Die meisten europäischen Länder werden von einer Woge nationaler Euphorie erfasst.Bild 14 von 62 Deutsche Soldaten marschieren von Berlin aus direkt an die Front. Viele von ihnen kommen nicht zurück.Bild 15 von 62 Auch die Sozialdemokraten - hier der spätere Reichspräsident Friedrich Ebert - stimmen im Reichstag für die Kriegskredite. Sie verpflichten sich zum so genannten "Burgfrieden".Bild 16 von 62 Nur der Abgeordnete Karl Liebknecht lehnt die Bewilligung der Kredite ab. Gemeinsam mit ...Bild 17 von 62 ... Rosa Luxemburg betreibt er die Abspaltung von der SPD. Sie gründen die USPD. Später sind beide Mitbegründer der KPD.Bild 18 von 62 Deutsche Truppen auf dem Vormarsch im Westen.Bild 19 von 62 Die ersten Wochen sind für das deutsche Heer erfolgreich. Rasch dringen die Einheiten über Belgien nach Nordfrankreich vor.Bild 20 von 62 Allerdings greifen die russischen Truppen im Osten eher als erwartet an.Bild 21 von 62 Unter dem Befehlshaber General Paul von Hindenburg - in der Weimarer Republik Reichspräsident - gelingt es in der Schlacht bei Tannenberg, die Russen vernichtend zu schlagen.Bild 22 von 62 Hindenburgs Stabschef war General Erich Ludendorff. 1923 wird er zusammen mit Hitler einen Putsch gegen die erste deutsche Demokratie versuchen.Bild 23 von 62 Dennoch scheitert der Schlieffen-Plan. Im Westen beginnt der jahrelange Stellungskrieg. Generalstabschef Helmuth von Moltke ...Bild 24 von 62 ... wird im Herbst 1914 durch General Erich von Falkenhayn abgelöst. Von Falkenhayn muss im August 1916 von Hindenburg weichen.Bild 25 von 62 Eine neue, brutale Form der Kriegführung: Deutsche Einheiten greifen am 22. April 1915 bei Ypern eine britische Stellung mit Giftgas an.Bild 26 von 62 Rund 10.000 britische Soldaten werden Opfer des Angriffs mit Chloringas.Bild 27 von 62 Der Gaskrieg erfordert Schutzmaßnahmen. Eine deutsche Gasmaske mit Behälter aus der Zeit des Ersten Weltkrieges.Bild 28 von 62 Auch im Ersten Weltkrieg werden hinter der Front Verbrechen verübt. Von Österreichern aufgehängte russische Spione.Bild 29 von 62 Weiterer Rückschlag für den Kaiser: Der deutschen Flotte gelingt es nicht, die britische Vorherrschaft auf See zu brechen.Bild 30 von 62 Am 22. Februar 1915 befiehlt die deutsche Marineleitung den uneingeschränkten U-Boot-Krieg. Die Briten verhängen eine Seeblockade gegen Deutschland.Bild 31 von 62 Von Februar bis Dezember 1916 tobt die Schlacht um die ostfranzösische Stadt Verdun. Französische Soldaten beim Angriff.Bild 32 von 62 Allein bei Verdun sterben insgesamt rund 700.000 Soldaten.Bild 33 von 62 Deutscher Flammenwerfertrupp bei VerdunBild 34 von 62 Gefallene werden auf einen Wagen gestapelt und danach in Massengräbern beigesetzt.Bild 35 von 62 Verdun nach der SchlachtBild 36 von 62 In Deutschland wird die Versorgung mit Lebensmitteln immer schwieriger. Eine Frau bricht 1916 vor einem Geschäft in Frankfurt/Main vor Hunger zusammen.Bild 37 von 62 An der Ostfront scheitert im Juli 1917 die russische Brussilow-Offensive. Hier erbeutetes russisches Kriegsmaterial.Bild 38 von 62 Deutscher Transport-Nachschub durch eine Furt in GalizienBild 39 von 62 Derweil versinkt Russland im politischen Chaos. Während der Februarrevolution 1917 wird Zar Nikolaus II. gestürzt.Bild 40 von 62 Die Regierung führt nun Ministerpräsident Alexander Kerenski.Bild 41 von 62 Mit der Oktoberrevolution 1917 ergreifen die kommunistischen Bolschewiki von Wladimir Iljitsch Lenin die Macht.Bild 42 von 62 Das schwache Sowjetrussland ist nicht mehr in der Lage, Krieg zu führen. Am 3. März 1918 schließt es mit Deutschland den Friedensvertrag von Brest-Litowsk.Bild 43 von 62 Russland (hier sein Verhandlungsführer Leo Trotzki, 2. v.l.) verliert große Teile seines Territoriums und ein Drittel seiner Bevölkerung.Bild 44 von 62 Zerstörtes Schloss Conde bei Soissons in FrankreichBild 45 von 62 In dem von den Deutschen gestürmten versumpften Kampfgelände von ArmentieresBild 46 von 62 1918 bricht die deutsche Frühjahrsoffensive im Westen zusammen. Die materielle und personelle Überlegenheit der Entente ist zu groß.Bild 47 von 62 Zudem sind am 6. April 1917 die USA an der Seite der Entente in den Krieg eingetreten. Präsident Woodrow Wilson: "Die Welt muss sicher gemacht werden für die Demokratie."Bild 48 von 62 Ein von deutschen Truppen erbeuteter britischer TankBild 49 von 62 Kampfflugzeuge über dem SchlachtfeldBild 50 von 62 Für diese deutschen Soldaten ist der Krieg vorbei. Sie gehen in die Gefangenschaft.Bild 51 von 62 In Deutschland sind inzwischen politische Unruhen ausgebrochen. Anfang November 1918 meutern Matrosen im Hafen von Kiel.Bild 52 von 62 Bald ist der Krieg aus. 11. November 1918 in einem Bahnwaggon im Wald von Compiègne: Der deutsche Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger vor der Unterzeichnung des Waffenstillstands.Bild 53 von 62 In Deutschland werden Arbeiter- und Soldatenräte gebildet.Bild 54 von 62 9. November 1918: Der SPD-Politiker Philipp Scheidemann ruft vom Reichstag die "deutsche Republik" aus, ...Bild 55 von 62 ... Karl Liebknecht verkündet zwei Stunden später die "freie sozialistische Republik" vom Balkon des Berliner Schlosses.Bild 56 von 62 Die Novemberrevolution tobt: Kaiser Wilhelm II. geht ins Exil ins Haus Doorn in den Niederlanden. Dort stirbt er am 4. Juni 1941.Bild 57 von 62 Die extremen Rechten, die alten Deutschnationalen und die neuen Nationalsozialisten, nutzen die "Dolchstoß-Legende" zur Agitation gegen die Vertreter und Anhänger der Weimarer Republik.Bild 58 von 62 Die Präsidenten der USA und Frankreichs, Wilson und Poincare, feiern im Dezember 1918 in Paris den Sieg.Bild 59 von 62 Am 28. Juni 1919: Unterzeichnung des Friedensvertrages im Schloss von Versailles. Deutschland verliert ein Achtel seines Gebietes und alle Kolonien. Zum soll es 100 Mrd. Reichsmark an Reparationen zahlen.Bild 60 von 62 Die Sieger (v.l.n.r.): Die Regierungschefs Lloyd George (Großbritannien), Orlando (Italien), Clemenceau (Frankreich) und US-Präsident Wilson.Bild 61 von 62 "Im Ersten Weltkrieg sind die Wurzeln des Nationalsozialismus zu suchen", urteilt der Bielefelder Historiker Hans-Ulrich Wehler.Bild 62 von 62