1982 hatte Argentinien die britischen Falkland-Inseln im Südatlantik besetzt. Bereits seit Generationen hatte Argentinien die "Islas Malvinas", wie sie auf Spanisch heißen, beansprucht.Bild 1 von 27 Mehr als 900 Menschen kamen in dem Krieg ums Leben: 255 Briten und 649 Argentinier.Bild 2 von 27 Die Falklands gehören zu den am weitesten südlich gelegenen bewohnten Gebieten der Erde.Bild 3 von 27 Bis 1982 war die Inselgruppe eher unbekannt. Selbst der Gemahl der britischen Premierministerin, Denis Thatcher, hatte vor der argentinischen Invasion keine Ahnung, wo die Falklands lagen.Bild 4 von 27 Am 2. April 1982 erhielten Sir Denis und der Rest der Welt Gelegenheit, eine Bildungslücke zu schließen: Rund 5000 argentinische Soldaten landeten an diesem Tag auf den Falklands und besetzten die die Hauptstadt Port Stanley.Bild 5 von 27 Auf den Falklands ist lediglich eine Mini-Armee von etwa 80 Mann stationiert. Nach kurzem Kampf kapitulieren die Briten.Bild 6 von 27 Für die argentinische Militärdiktatur bietet die Invasion die Gelegenheit, von innenpolitischen Problemen abzulenken. Zwar erhebt Argentinien seit seiner Unabhängigkeit von Spanien Anspruch auf die Malvinen, doch hält Großbritannien die Inseln seit 1833 besetzt.Bild 7 von 27 Der Plan scheint zunächst aufzugehen: Hunderttausende Argentinier jubeln in Buenos Aires dem Chef der Militärjunta, General Leopoldo Fortunato Galtieri, zu. Mit einem Schlag sind die Verbrechen der Diktatur und die Wirtschaftskrise vergessen.Bild 8 von 27 "Wenn sie (die Briten) kommen wollen, nur zu, wir werden uns ihnen in der Schlacht stellen", prahlt Galtieri. Die Menge bricht in frenetischen Beifall aus.Bild 9 von 27 Es kommt anders. Entgegen allen Erwartungen schickt die britische Premierministerin Margaret Thatcher ein Expeditionsheer, das kurzen und blutigen Prozess mit den argentinischen Soldaten macht.Bild 10 von 27 In Argentinien schlägt der nationale Überschwang in Depression und Selbstmitleid um. Nun schwimmt Großbritannien auf einer Welle des Nationalismus.Bild 11 von 27 Doch der Reihe nach. Am 3. April fordert der UN-Sicherheitsrat den sofortigen Abzug Argentiniens. Drei Tage später setzt Premierministerin Thatcher eine Flotte von zunächst 36 Kriegsschiffen mit 5000 Mann in Marsch.Bild 12 von 27 Vermittlungsversuche der USA und der Vereinten Nationen scheitern. Der Krieg beginnt mit einem militärischen Erfolg der Briten: Am 25. April wird die ebenfalls von Argentinien besetzte Inselgruppe Süd-Georgien zurückerobert.Bild 13 von 27 Am 1. Mai landen mehrere Spezialeinheiten auf den Falklands. Der Flughafen von Port Stanley wird bombardiert.Bild 14 von 27 Am 2. Mai wird der argentinische Kreuzer "General Belgrano" außerhalb einer von London festgesetzten 200-Meilen-Zone von einem britischen Atom-U-Boot versenkt. Dabei kommen 323 Besatzungsmitglieder ums Leben.Bild 15 von 27 Zwei Tage später wird der britische Zerstörer "HMS Sheffield" von einer argentinischen Rakete getroffen. 20 Seeleute sterben. Das ausgebrannte Schiff sinkt am 10. Mai.Bild 16 von 27 Am 28. Mai erobern britische Fallschirmjäger die Siedlung Goose Green sowie Port Darwin und zwei weitere Ortschaften. Am 11. Juni beginnen die Kämpfe um Port Stanley.Bild 17 von 27 Drei Tage später, 74 Tage nach Beginn der Invasion, unterzeichnet der argentinische General Mario Menendez die Kapitulationsurkunde.Bild 18 von 27 Die Frage der territorialen Hoheit bleibt strittig. Bis heute werden die Falklands auch von Argentinien beansprucht.Bild 19 von 27 Die argentinische Militärdiktatur war mit der Niederlage am Ende. 1983 wird Raúl Alfonsín zum Präsidenten gewählt.Bild 20 von 27 Drei Jahre später wandert Ex-Diktator Galtieri ins Gefängnis: Wegen Fehlern im Krieg - nicht wegen des Kriegs selbst - wird er zu zwölf Jahren Haft verurteilt.Bild 21 von 27 Fehler konnte man der Junta tatsächlich vorwerfen. Die Generäle glaubten ernsthaft, dass US-Präsident Ronald Reagan sich aus Dankbarkeit für argentinische Hilfe in den schmutzigen Kriegen Mittelamerikas nun auf ihre Seite stellen würde.Bild 22 von 27 Auch militärische Fehler wurden gemacht. Das etwa 12.000 Mann starke Expeditionsheer bestand meist aus jungen Wehrpflichtigen, die veraltete oder gänzlich unbrauchbare Waffen dabei hatten.Bild 23 von 27 Schon drei Tage nach der Besetzung drohten die argentinischen Soldaten zu verdursten, da niemand an Anlagen zur Aufbereitung von Trinkwasser gedacht hatte. Dafür hatten viele Offiziere Angelzeug dabei, als ob sie auf einem Ausflug seien.Bild 24 von 27 Heute leben auf den Falkland-Inseln rund 3000 Menschen, ...Bild 25 von 27 ... dazu noch 1700 Soldaten und Angestellte der britischen Armee.Bild 26 von 27 Nach einer Volkszählung von 2001 bezeichnen sich 94 Prozent der Insulaner als Briten.Bild 27 von 27