Es ist ein Schuss, den man in der ganzen Welt hört, ...Bild 1 von 50 ... der Millionen Menschen berührt, ...Bild 2 von 50 ... und ganz Indien in Trauer versinken lässt.Bild 3 von 50 Am 30. Januar 1948 wird Mahatma (sanskrit für "große Seele") Gandhi ermordet.Bild 4 von 50 Gandhi, eine der prägendsten Gestalten der indischen Unabhängigkeitsbewegung, der Pazifist und Vertreter eines gewaltlosen Widerstandes, wird in Neu-Delhi Opfer eines hinduistischen Fanatikers. (Gandhi 1942 in Bombay.)Bild 5 von 50 Tausende begleiten den Totenzug ...Bild 6 von 50 ... und die Verbrennung des Leichnams.Bild 7 von 50 Seine Asche, streng bewacht durch Soldaten, ...Bild 8 von 50 ... wird auf mehrere Urnen verteilt ...Bild 9 von 50 ... und in die heiligen Flüsse Indiens gestreut - auch noch Jahrzehnte nach Gandhis Tod. (Hier bei einer Zeremonie 1997.)Bild 10 von 50 Bis heute ist Gandhi in der indischen Gesellschaft präsent ...Bild 11 von 50 ... und wird als Nationalheld verehrt.Bild 12 von 50 Sein Geburtstag, der 2. Oktober, ist ein indischer Nationalfeiertag. Und auch seines Todestages wird jährlich gedacht. (Hier der indische Präsident A.P.J. Abdul Kalam bei einer Zeremonie 2007.)Bild 13 von 50 Die jährlichen Feiern zur Unabhängigkeit am 15. August sind eng mit seinem Namen verbunden.Bild 14 von 50 Auch in der politischen Landschaft Indiens ist Gandhis Einfluss nach wie vor zu spüren. (Die Politikerin Sonia Gandhi, die aber nicht mit Mahatma verwandt ist.)Bild 15 von 50 Der Indische Nationalkongress, den Gandhi seit 1920 führt und in den folgenden Jahren stark prägt, gilt bis in die 1990er Jahre als gesamtindische Partei und stellt etliche Premierminister.Bild 16 von 50 Doch Gandhi ist nicht nur für Indien eine der herausragendsten Persönlichkeiten des vergangenen Jahrhunderts.Bild 17 von 50 Der Friedensnobelpreis, für den Gandhi 1948 nominiert ist, wird nach dem Attentat gar nicht vergeben.Bild 18 von 50 Gekrönte Häupter wie Elizabeth II., Regierungschefs wie Bundeskanzlerin Angela Merkel und Präsidenten wie George W. Bush besuchen bei Staatsempfängen Gandhis Gedenkstätte in Rajghat ...Bild 19 von 50 ... und ehren den Pazifisten und Menschenrechtler.Bild 20 von 50 Vertreter aller Religionen, wie Papst Johannes Paul II., der Dalai Lama und Israels ehemaliger Regierungschef Ariel Scharon (v.l.) zollen dem friedfertigen Hinduisten Respekt.Bild 21 von 50 Sein Name bleibt bis heute mit Gewaltlosigkeit verbunden.Bild 22 von 50 Das Konzept des gewaltlosen Widerstandes, das Ghandi Satyagraha nennt, wendet er im Kampf gegen die britischen Kolonialherren in Indien an.Bild 23 von 50 Doch entwickelt hat er die Idee bereits früher: Nachdem der 1869 in Indien geborene Mohandas Karamchand Gandhi (m.) in London Jura studiert hat, geht er, nach einem Zwischenaufenthalt in Bombay, 1893 als Anwalt nach Südafrika.Bild 24 von 50 Dort wird er mit der Diskriminierung der indischen Minderheit konfrontiert und beginnt sein politisches Engagement - mit Gewaltlosigkeit und zivilem Ungehorsam.Bild 25 von 50 Bei seiner Rückkehr nach Indien 1915 ist Gandhi bereits ein Nationalheld - sein Engagement in Südafrika hat sich schnell herumgesprochen. (Mit seiner Ehefrau Kasturba Makharji im Jahr 1915.)Bild 26 von 50 Er wird zum politischen, aber auch geistigen Führer der Unabhängigkeitsbewegung. (Hier mit dem späteren ersten indischen Ministerpräsidenten Jawaharlal Nehru.)Bild 27 von 50 Tausende kommen zu den Reden Gandhis.Bild 28 von 50 Die neuen Ideen des politischen Kampfes bringen die britischen Besatzer zur Verzweiflung - Gandhi ruft nicht zur Gewalt auf, sondern zum passiven Widerstand.Bild 29 von 50 So fordert er die Inder auf, wieder traditionelle Kleider zu tragen, die sie selbst weben sollen - und die englischen Hemden und Hosen abzulegen. Viele arme Inder können sich mit diesen Webarbeiten einen Nebenverdienst sichern.Bild 30 von 50 Damit soll aber nicht nur die Textilindustrie der Kolonialherren boykottiert werden - vor allem wird mit dem Bezug zur Tradition das indische Selbstbewusstsein gestärkt. Das Spinnrad wird zum Symbol des Kampfes um Unabhängigkeit.Bild 31 von 50 Dem Tragen traditioneller indischer Kleidung entspricht der einfache Lebensstil Gandhis. Er gründet einen Ashram, eine klosterähnliche Siedlung, in der, für indische Verhältnisse nahezu revolutionär, auch Frauen und Unberührbare gleichberechtigt sind.Bild 32 von 50 Alle Bewohner des Ashrams müssen auch niedere Tätigkeiten erledigen. (Der damalige indische Premier Inder Kumar Gujral bei einer symbolischen Straßenreinigung 1998 in Erinnerung an Gandhi.)Bild 33 von 50 Auch das Salzmonopol der Kolonialherren will Gandhi brechen - mit dem Salzmarsch im Jahr 1930 zum Indischen Ozean. Dort soll das Salz direkt aus dem Meer gewonnen werden, um die hohe britische Steuer zu umgehen. (Hier eine Feier zum 75. Jubiläum des Marsches.)Bild 34 von 50 Nach dem Marsch und der erneuten Forderung nach dem sofortigen Abzug der Briten und der Unabhängigkeit Indiens, wird er mehrfach inhaftiert.Bild 35 von 50 Doch die englischen Besatzer können ihn nicht zum Schweigen bringen - also wollen sie mit ihm reden. 1931 reist Gandhi deshalb mit dem Schiff nach England, ...Bild 36 von 50 ... um persönlich über die Zukunft Indiens zu verhandeln.Bild 37 von 50 Sein Lebenstraum erfüllt sich aber nur zum Teil: Zwar wird Indien 1947 unabhängig, aber Hindus und Moslems bekämpfen sich nach wie vor. (Bild: Der letzte Vizekönig Indiens, Lord Mountbatten (m.), und Indiens erster Premier Nehru (r.) bei den Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit.)Bild 38 von 50 Gandhi setzt sich jedoch für eine Verständigung ein. (Hier mit Muhammad Ali Jinnah, der für einen eigenen muslimischen Staat eintritt.)Bild 39 von 50 Er will eine Teilung des Subkontinents verhindern. (Bei einer Rede vor Moslems in Neu-Delhi.)Bild 40 von 50 Als es zu blutigen Auseinandersetzungen kommt, handelt Gandhi: Er beginnt einen Hungerstreik.Bild 41 von 50 Ganz Indien sorgt sich um "Bapu" (Vater), wie er liebevoll genannt wird.Bild 42 von 50 Der sichtlich geschwächte Gandhi beendet den Streik erst, als sich die Feinde zu einem (brüchigen) Frieden bereit erklären.Bild 43 von 50 Mit dem Eintreten für eine muslimisch-hinduistische Verständigung schafft sich Gandhi aber auch andere Gegner: Radikale Hindus wollen einen Frieden verhindern.Bild 44 von 50 Sie verüben am 20. Januar 1948 ein erstes Attentat mit einer selbst gebastelten Bombe, das jedoch scheitert. (Bild: Durch die Bombe verursachte Beschädigungen an einer Gartenmauer.)Bild 45 von 50 Doch zehn Tage später sind die Fanatiker erfolgreich. Gandhi stirbt durch drei Schüsse, die Nathuram Vinayak Godse abfeuert.Bild 46 von 50 Seine Anhänger trauern auf der ganzen Welt, wie hier in London.Bild 47 von 50 Damit beginnt die Mystifizierung Gandhis, ...Bild 48 von 50 ... die jedoch auch auf Kritik stößt.Bild 49 von 50 Denn auch wenn er eine Ikone ist - eignet sich Gandhi auch zum Popstar? (Der Regisseur des "Gandhi"-Films Richard Attenborough (l.) mit Hauptdarsteller Ben Kingsley.) (Text: Markus Lippold, alle Bilder: AP, dpa)Bild 50 von 50