Südamerika - da denkt man zuerst an Exotik.Bild 1 von 85 An Rio de Janeiro, ...Bild 2 von 85 ... an den Karneval ...Bild 3 von 85 ... und schöne Menschen.Bild 4 von 85 An Fußballgötter, ...Bild 5 von 85 ... Gauchos oder erstklassige Steaks ...Bild 6 von 85 ... frisch von den Weiden.Bild 7 von 85 Man wünscht sich in den Urlaub zu den Girls von Ipanema ...Bild 8 von 85 ... oder an eine Strandbar zwischen bunte Cocktails und Samba.Bild 9 von 85 "Doch Südamerika ist viel mehr als das", schreibt Amerika-Korrespondent Volker Albers im n-tv Atlas.Bild 10 von 85 Wer sich auf die Reise macht, merkt schnell: Südamerika ist viel facettenreicher, ...Bild 11 von 85 ... politisch, kulturell und wirtschaftlich höchst komplex und unterschiedlich.Bild 12 von 85 Ein ganzer Kontinent lässt sich eben nicht auf einen Blick erfassen.Bild 13 von 85 In Südamerika leben 370 Millionen Menschen.Bild 14 von 85 Der Kontinent ist unterteilt in zwölf unabhängige Staaten ...Bild 15 von 85 ... sowie das französische Überseedepartement Französisch Guayana im Nordosten ...Bild 16 von 85 ... und die zu Großbritannien gehörenden Inselgruppen vor der argentinischen Küste: Die einst umkämpften und von Argentinien beanspruchten Falklandinseln, Shag Rocks, Südgeorgien und ganz im Osten die Süd-Sandwich-Inseln.Bild 17 von 85 Die Vielfalt der Landschaften ist immens. Sie reicht von Wüstengegenden wie der Atacama ...Bild 18 von 85 ... über tropische und subtropische Regenwaldregionen, ...Bild 19 von 85 ... Hochebenen und natürlich Gebirge.Bild 20 von 85 Die Anden sind die längste Gebirgskette der Welt.Bild 21 von 85 Sie erreichen fast 7000 Meter Höhe und erstrecken sich auf einer Strecke von rund 7500 Kilometern entlang der südamerikanischen Westküste von Nord nach Süd - über Venezuela, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien bis nach Argentinien und Chile.Bild 22 von 85 Zwischen Gipfeln und Bergkämmen erstreckt sich 3810 über dem Meeresspiegel der Titicaca-See, eine Wasserfläche von 8.288 Quadratkilometern Ausmesser.Bild 23 von 85 Mitten durch den See verläuft die peruanisch-bolivianische Grenze.Bild 24 von 85 Auch ein erst jüngst per Internetabstimmung gewähltes "Weltwunder" liegt zwischen Lima und Cuzco in den peruanischen Anden verborgen.Bild 25 von 85 Die verlassene und verfallene Inkastadt Machu Picchu aus dem 15. Jahrhundert wird heute von Touristen und Bergführern bevölkert. Der "alte Gipfel", so die Übersetzung, lässt sich nur beschwerlich über Bergpfade erreichen.Bild 26 von 85 Im Dreiländereck von Paraguay, Argentinien und Brasilien ...Bild 27 von 85 ... stürzt der Fluss Iguaz in die Tiefe, er bildet dort die größten, breitesten Wasserfälle der Welt (Gesamtbreite: 2.700 Meter).Bild 28 von 85 In Patagonien, dem südlichen Teil Argentiniens und Chiles, jenseits des 42. südlichen Breitengrades ...Bild 29 von 85 ... erstrecken sich frostige Insel- und Eiswelten.Bild 30 von 85 Eine touristische Attraktion ist der Gletscher Perito Moreno im Südwesten Patagoniens. Er zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe. Das Eisfeld gehört zu den wenigen auf dieser Erde, die noch wachsen - jeden Tag etwa einen Meter.Bild 31 von 85 In regelmäßigen Abständen blockiert die bis zu fünf Kilometer breite Spitze der Gletscherzunge einen Fluss - bis sich das Wasser in einem sensationellen Naturschauspiel den Weg wieder freimacht (Bild: zwei Wochen vor dem Spektakel).Bild 32 von 85 Wie im März 2006 bricht dann das bis zu 60 Meter hohe Eis und stürzt in den Lago Argentino. Im See entsteht eine meterhohe Flutwelle und kleine Eisberge treiben im Wasser.Bild 33 von 85 Ganz im Süden Argentiniens breitet sich ein Inselreich aus: die "Tierra del Fuego" - Feuerland.Bild 34 von 85 Dort liegt auch Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt mit rund 60.000 Einwohnern.Bild 35 von 85 Als der Weltumsegler Magellan 1520 von seinem Schiff aus nachts an der Küste die Feuer der Indianer leuchten sah, gab er dem Südzipfel des Kontinents seinen Namen. Bei Tag hätte er sie vielleicht Insel der Tiere genannt.Bild 36 von 85 Südamerika besticht durch seine Vielseitigkeit. So abwechslungsreich und aufregend wie seine Landschaften, ...Bild 37 von 85 ... so bunt wie die Flora im tropischen Regenwald, ...Bild 38 von 85 ... so eindrucksvoll wie die Tierwelt des Kontinents, (Bild: Der Anden-Kondor ist der größte fliegende Vogel der Welt) ...Bild 39 von 85 ... so unterschiedlich ist auch die Abstammung der Menschen, die den Kontinent bevölkern.Bild 40 von 85 Nachkommen der Ureinwohner, ...Bild 41 von 85 ... die Nachfahren der aus Afrika verschleppten Sklaven, ...Bild 42 von 85 ... Enkel der einstigen Kolonialherren ...Bild 43 von 85 ... und eine Mischung aus all dem.Bild 44 von 85 In Megacities wie Sao Paolo ...Bild 45 von 85 ... oder Buenos Aires strömen sie zusammen und leben dicht gedrängt auf engstem Raum.Bild 46 von 85 Immer noch sind vier von zehn Bewohnern des Kontinents arm.Bild 47 von 85 Die Kluft zwischen Arm und Reich ist ungesund ...Bild 48 von 85 ... und liefert sozialen, politischen und zwischenmenschlichen Zündstoff.Bild 49 von 85 Der Nachholbedarf in Bereichen wie Arbeit, Bildung und Gesundheit ist enorm.Bild 50 von 85 Besonders in den Großstädten gilt es, menschenwürdige Wohnverhältnisse zu schaffen.Bild 51 von 85 Einst galt Südamerika als der schmuddelige Hinterhof der USA.Bild 52 von 85 Und als Tummelplatz für rechte Regime, wie dem des chilenischen Generals und Diktators Augusto Pinochet.Bild 53 von 85 Doch die Wahlen der vergangenen Jahre haben die politische Landkarte stark verändert. Ein Linksruck geht durch Lateinamerika, an vorderster Front Hugo Chvez, der 1999 das Amt des venezolanischen Staatspräsidenten übernahm .Bild 54 von 85 Sieht man von Ausnahmen wie dem kolumbianischen Präsidenten und Hardliner lvaro Uribe Vlez ab, ...Bild 55 von 85 ... setzten sich in den meisten amerikanischen Ländern südlich des Äquators Parteien durch, die sich als "sozialistisch" bezeichnen.Bild 56 von 85 Seit 2002 regiert in Brasilien Luiz Incio Lula da Silva, ein Mitbegründer der brasilianischen Arbeiterpartei.Bild 57 von 85 In Bolivien kam 2006 der Anführer der sozialistischen bolivianischen Partei "Movimiento al Socialismo" und ein Aktivist für die Rechte der Coca-Bauern, Evo Morales, an die Macht.Bild 58 von 85 Seit 2007 ist in Ecuador Rafael Vicente Correa Delgado im Amt, ein Wirtschaftswissenschaftler und Politiker auf linkem Kurs.Bild 59 von 85 Auch er hat ein offenes Ohr für die indigene Bevölkerung.Bild 60 von 85 Auch Frauen prägten und prägen die politische Kultur Südamerikas. Mehr als drei Jahrzehnte nach dem Militärputsch 1976 in Argentinien halten die so genannten Madres de la Plaza del Mayo noch immer die Erinnerung an die Schrecken der Diktatur wach.Bild 61 von 85 Die "Mütter" trauern seit 1977 im Zentrum von Buenos Aires um ihre verschwundenen Kinder und Enkelkinder, die Opfer des Regimes. Die aus dem Protest entstandene Organisation trifft sich bis heute jeden Donnerstag für eine Stunde auf dem Platz.Bild 62 von 85 Und dieses Gesicht kennt wohl jeder in Argentinien und weit über die Landesgrenzen hinaus: Mara Eva Duarte de Pern, kurz Evita, die zweite Ehefrau des Präsidenten Juan Pern und viel mehr als das:Bild 63 von 85 Die "primera dama" Argentiniens, einst Model und Filmschauspielerin, wurde zur Wohltäterin, Populistin und einflussreichen Politikerin. Sie starb 1952 als nationale Ikone.Bild 64 von 85 So weit hat es die Präsidentin Cristina Elisabet Fernndez de Kirchner zwar noch nicht gebracht, doch immerhin muss sie sich nicht mehr durch Ehemann Nestor politisch legitimieren lassen.Bild 65 von 85 Seit Dezember 2007 steht sie selbst als Präsidentin an der Spitze Argentiniens. Seit ihrem Studium engagiert sie sich in der Peronistischen Partei.Bild 66 von 85 Auch in Chile hat eine Frau das Oberkommando.Bild 67 von 85 Seit 2007 wacht die ehemalige Gesundheits- und Verteidigungsministerin Vernica Michelle Bachelet Jeria als erste Frau über das Wohlergehen ihres Landes. Wie viele ihrer männlichen Kollegen gehört sie der Sozialistischen Partei an.Bild 68 von 85 Doch die "sozialistischen Regierungen" in Argentinien, Brasilien, Chile und Uruguay haben sich mit der Zeit von den Idealen der revolutionären 1960er Jahre entfernt.Bild 69 von 85 Sie betreiben eine neoliberale Wirtschaftspolitik …Bild 70 von 85 ... und eine eindeutig konservative Finanzpolitik.Bild 71 von 85 Die neue Generation lateinamerikanischer Präsidenten und Regierungen befreit sich zunehmend vom Einfluss der Vereinigten Staaten.Bild 72 von 85 Die USA haben über den Kampf gegen den Terror ihre Nachbarn im Süden so gut wie vergessen.Bild 73 von 85 Zeit für die Staaten und die Bevölkerung Südamerikas, sich zu emanzipieren.Bild 74 von 85 Auch wenn einige Staaten ihrer Linie ewig treu bleiben wollen, ...Bild 75 von 85 ... scheinen immer mehr südamerikanische Staaten auf wirtschaftliche Stabilität zu setzen ...Bild 76 von 85 ... und in der Weltwirtschaft eine Rolle spielen zu wollen.Bild 77 von 85 Der Weltmarkt für Rohstoffe könnte dem Kontinent als Geldquelle dienen. "Dieser Markt könnte das Geld liefern, das so dringend gebraucht wird, um die hauseigenen Probleme zu lösen", schreibt n-tv Korrespondent Volker Albers.Bild 78 von 85 "In Südamerika geht es darum, eine gewisse Art von Massenwohlstand überhaupt erst einmal zu erreichen."Bild 79 von 85 So ließen sich vielleicht auch Gewalt und Kriminalität besser in den Griff bekommen.Bild 80 von 85 Südamerikanische Politiker verfolgen jedoch noch andere Ambitionen: Nach dem Vorbild der Europäischen Union wollen die Staaten zusammenwachsen.Bild 81 von 85 Zu einer politischen Einheit (Bild: Ministerien in der Hauptstadt Brasilia) ...Bild 82 von 85 ... und einem ernstzunehmenden Wirtschaftsraum.Bild 83 von 85 Der Weg zu flächendeckendem Wohlstand auf dem südamerikanischen Kontinent ist noch weit und steinig. Doch die aktuelle globale Situation gibt Grund zur Hoffnung.Bild 84 von 85 Mehr über die Regionen und Kontinente dieser Erde erfahren Sie auch im n-tv Atlas mit Karten und lesenswerten Länderinformationen zum Nachblättern auf 416 Seiten.Bild 85 von 85