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Charismatischer Apple-Gründer: Steve Jobs

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Kennen Sie das Logo? Natürlich, es ist eines der bekanntesten der Welt. Und schon beim Anblick des schlichten Symbols ...

Kennen Sie das Logo? Natürlich, es ist eines der bekanntesten der Welt. Und schon beim Anblick des schlichten Symbols ...

Kennen Sie das Logo? Natürlich, es ist eines der bekanntesten der Welt. Und schon beim Anblick des schlichten Symbols ...

... bekommen viele große Augen, ...

... denken an schöne (ja, sowas gibt's) Computer, ...

... Café-taugliche Notebooks, ...

... coole MP3-Player ...

... oder Telefone, ...

... nach denen vor allem Männer verrückt sind.

Eine Name ist mit Apple untrennbar verbunden: Steve Jobs.

Der Apple-Mitgründer und langjährige Konzernlenker starb am 5. Oktober 2011 im Alter von 56 Jahren an einer Krebserkrankung.

Apple war Steve Jobs, Steve Jobs war Apple - aber nicht immer.

Drehen wir das Rad der Zeit zurück.

Laut Firmengeschichte wurde Apple Computers 1976 in einer alten Garage im kalifornischen Los Altos gegründet.

Eine schöne Geschichte, die so aber nicht ganz stimmt.

Tatsächlich wurde Apple im April 1976 in einem Schlafzimmer gegründet.

Und es war noch ein dritter Mann bei der Gründung dabei.

Der unbekannte Dritte im Bunde war der Grafiker Ronald Wayne, der auch das erste Apple-Logo entwarf. Er besaß 10 Prozent der Firmenanteile, Jobs und Woz je 45 Prozent.

So sah übrigens das erste Apple-Logo aus. Es zeigt Isaac Newton unterm Apfelbaum und wurde bis 1976 verwendet.

Von 1976 bis 1998 war das bunte Logo im Einsatz.

1998 bis 2000 sah Apple auch gelegentlich schwarz, bevor das jetzt bekannte Logo eingeführt wurde.

Woz hatte Jobs kennengelernt, als er ihm eine Blue Box zeigte, mit der man kostenlos Ferngespräche führen konnte, indem das Gerät die Signaltöne nachahmte.

Jobs organisierte die Bauteile für rund 40 Dollar, Woz baute die Geräte zusammen und Jobs verkaufte sie für 150 Dollar an Studenten.

Danach entwickelte Wozniak unter der Regie von Jobs für die Firma Atari das Computerspiel Breakout. Jobs kassierte dafür 5000 Dollar, Woz bekam davon lediglich 350 Dollar. Die Aufgabenverteilung blieb: Superhirn Woz erfand, Marketing-Genie Jobs verkaufte.

Jobs und Woz waren Mitglieder des Homebrew Computer Clubs, in dem sich die jungen Bastler und Tüftler des Silicon Valley mit der Konstruktion von Computern beschäftigten.

1976 baute Steve Wozniak den Apple I, der für 666,66 Dollar verkauft wurde.

Um die Produktion des Computers zu finanzieren, verkaufte Jobs seinen alten VW-Bus für 1500 Dollar ...

... und Woz seinen Hewlett-Packard-Taschenrechner für 150 Dollar. Das reichte bei weitem nicht.

Ein Händler bestellte 50 Geräte, für deren Herstellung Jobs sich insgesamt 20.000 Dollar pumpen musste.

Ronald Wayne war das finanzielle Risiko zu hoch und er verließ die Firma Apple bereits zwölf Tage nach ihrer Gründung. Ein großer Fehler, denn Apple verdiente mit dem ersten Auftrag immerhin fast 8000 Dollar.

Jobs hatte Blut geleckt. Er holte den Investor Mike Markkula an Bord, der 92.000 Dollar in das Unternehmen steckte und einen Kredit in Höhe von 250.000 Dollar organisierte.

Das Resultat war der Apple II, der erste richtige Personal Computer. Er hatte eine 1 MHz schnelle CPU, 4 Kilobyte RAM und wurde mit Tastatur ausgeliefert.

Außerdem verfügte der Rechner über ein Disketten- und ein Kassettenlaufwerk.

In den folgenden Jahren kamen immer wieder neue, verbesserte Varianten des Apple II auf den Markt. Zum Beispiel der Apple IIe, ...

... der Apple 2c, ...

... und der Apple IIgs. Bis 1985 verkaufte sich der Apple II rund zwei Millionen Mal.

1980 wurde der Apple III vorgestellt. Sein Prozessor war 2 MHz schnell und hatte 128 KB RAM. Doch der Computer wurde ein Flop. Seine Kühlung war nicht ausreichend und er fiel daher häufig aus.

Auch überarbeitet verkaufte sich der IIIer nur zäh und flog 1984 aus Apples Produktpalette.

1981 bekam Apple, das inzwischen eine Aktiengesellschaft war, mit dem IBM-PC einen gefährlichen Gegner.

Der wesentlich günstigere Computer und Nachahmerprodukte eroberten die Büros und Schreibzimmer in kürzester Zeit.

Apples Antwort sollte 1983 der LISA (5 MHz, 1 MB RAM, 5 MB-Festplatte, 12-Zoll-Bildschirm) sein. Er wurde per Maus bedient und verfügte über ein Betriebssystem mit grafischer Oberfläche.

In dieser Zeit bastelte Apple-Mitarbeiter Jeff Raskin an einem Computer, der komplett in einem Gehäuse untergebracht und transportabel sein sollte. Codename: Macintosh.

Jobs, anfangs noch entschiedener Gegner des Projekts, erkannte schließlich die Möglichkeiten des Macintosh, schickte Raskin in die Wüste und übernahm die Leitung des jungen Entwicklerteams selbst.

Auch Steve Wozniak wechselte ins Mac-Entwicklerteam. Tragischerweise verlor er aber bei einem Flugzeugabsturz sein Kurzzeitgedächtnis und verließ Apple.

Es folgten erbitterte Machtkämpfe zwischen der Mac-Division und der LISA-Division, in deren Folge der CEO Michael Scott gefeuert wurde.

Jobs holte im Frühjahr 1983 den CEO von Pepsi-Cola zu Apple: John Sculley (M.). Angeblich sagte Jobs zu Sculley: "Willst du den Rest deines Lebens Zuckerwasser verkaufen oder die Welt verändern?"

Sculley hatte gleich ein dickes Problem: Der 9995 Dollar teure LISA, der im Januar 1983 auf den Markt kam, verkaufte sich schlecht. Daraufhin setzte auch Sculley seine Hoffnungen auf den Macintosh.

Der LISA 2, der im Januar 1984 herauskam, wurde wenig später in Macintosh XL umbenannt. Das hatte einen einfachen Grund: ...

Am 24. Januar 1984 wurde der erste Macintosh vorgestellt. Für 2495 US-Dollar bot der "Schuhkarton" einen Prozessor mit 7,83 MHz, 128 Kilobyte RAM und ein 3,5-Zoll-Diskettenlaufwerk. In dem Gehäuse war ein 9-Zoll-Monitor integriert.

Der Erfolg war gigantisch: In den ersten 75 Tagen ging der Mac rund 75.000 Mal über den Ladentisch, 1984 insgesamt 300.000 Mal. Der Umsatz stieg um 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar.

Doch dann folgte der jähe Absturz. 1985 wurden nur noch 200.000 Macs verkauft. Ohne Festplatte und mit zu wenig Speicherkapazität war er eben doch noch kein Überflieger.

Zum ersten Mal in der Geschichte machte Apple Verluste, 20 Prozent der Mitarbeiter wurden gefeuert. Die Konsequenz: John Sculley und der Verwaltungsrat entmachteten Steve Jobs, der daraufhin kündigte.

Jobs gründete eine neue Firma, die er NeXT taufte. Der US-Milliardär Ross Perot (rechts im Hintergrund) investierte 20 Millionen Dollar in das Unternehmen.

Das erste Produkt von Jobs' neuer Firma war der NeXTcube, auf dem der erste Webserver der Welt lief.

Auch der NeXTstation war 1990 ein außergewöhnlich guter Rechner, aber mit rund 5000 Dollar für die breite Masse zu teuer. Kommerziell floppte NeXT. Bausteine des Betriebssystems arbeiten aber heute noch in Apple-Rechnern.

Huch! Ach ja, 1986 gründete Jobs zusammen mit Edwin Catmull das Computertrickfilmstudio Pixar. Aber das ist eine andere Geschichte.

Mit Apple ging es unter Sculleys Führung wieder aufwärts. 1987 veröffentlichte Apple den Macintosh II. Er hatte keinen Bildschirm, aber einen brandneuen 16-MHz-Prozessor, bis zu 128 MB Arbeitsspeicher, zwei Diskettenlaufwerke und eine Festplatte mit 40 oder 80 MB.

So genannte "Killer-Software" wie das Layout-Programm XPress von Quark und die Apple-eigene Software HyperCard (Grafische Entwicklung) und QuickTime (Multimedia) brachten zusätzlichen Schub.

Auch das Mac-Betriebssystem wurde laufend verbessert, kam aber allmählich in die Jahre.

System 7 (OS 7) arbeitete von 1991 bis 1997 in Apple-Rechnern.

1989 verkaufte Apple über 1,1 Million Mac-Rechner.

Im gleichen Jahr stellte Apple das Macintosh Portable vor - eine Revolution. Denn das Notebook hatte ein LC-Display mit 640x400 Pixeln Auflösung. Allerdings war es mit rund sieben Kilo viel zu schwer.

Der Macintosh Classic (1990) war der erste Mac, der für weniger als 1000 Dollar verkauft wurde. Er sollte vor allem den Marktanteil bei Heimanwendern steigern.

1991 begann die Erfolgsgeschichte des Powerbook, dem ersten "richtigen" Laptop. Mit weniger als drei Kilo Gewicht, einem Trackball, großem Display und langer Batterielaufzeit war es konkurrenzlos. Innerhalb von zwei Jahren wurden über zwei Millionen verkauft.

1993 überraschte Apple die Welt mit dem ersten PDA (Personal Digital Assistant ), das in Lizenz von Sharp gefertigt wurde. Weil die Schrifterkennung aber noch fehlerhaft arbeitete, war er letztlich ein Flop. Sculley kündigte 1993.

Der gebürtige Deutsche Michael Spindler folgte Sculley auf den Posten des CEO. Als erste Maßnahme entließ er 2500 Mitarbeiter.

1994 fand Apple mit dem Power Macintosh technisch auf die Erfolgsspur zurück. Der Rechner mit bis zu 80 MHz arbeitete fast doppelt so schnell wie die teuersten Windows-PCs.

Trotz guter Mac-Verkäufe ging es mit dem Unternehmen aufgrund einiger Fehlentscheidungen aber bergab.

1995 kam das Powerbook 5300. Was für eine Katastrophe! Die Akkus überhitzten, es stürzte leicht ab, viele Erweiterungskarten versagten den Dienst und das Gehäuse war Schrott. 1996 war Schluss.

In diesem Jahr übernahm Gil Amelio das Ruder. Zuvor hatte Apple einen Quartalsverlust von 740 Millionen Dollar bekannt geben müssen. Amelios erste Amtshandlung: Er entließ 2800 Leute.

Sein größtes Problem war, dass Apples Betriebssystem veraltet war. Um gegen Windows NT bestehen zu können, brauchte er einen Entwicklungspartner.

Im November 1996 tat sich Überraschendes: Steve Jobs bot Amelio seine Firma NeXT zum Kauf an - und die hatte ein ziemlich gutes Betriebssystem. Für 427 Millionen Dollar übernahm Apple NeXT.

Jobs war zurück und bescherte Apple das lang ersehnte Betriebssystem OS 8. Was für ein Comeback!

Schon kurze Zeit später setzte der Vorstand Amelio vor die Tür. Er hatte einen guten Job gemacht, aber der echte Jobs wurde wie ein Heilsbringer gefeiert.

Jobs wurde Mitglied des Vorstands und "vorübergehender" Geschäftsführer. Er arbeitet offiziell bis heute für ein symbolisches Gehalt von einem Dollar, wird aber mit großzügigen Geschenken bei Laune gehalten.

Mit Jobs Rückkehr ging die Post ab: Ende 1997 kam der Power Macintosh G3 auf den Markt, der mit 233 Megahertz-CPU und vielen Extras nur 2000 Dollar kostete.

Gleichzeitig erschien das Powerbook G3 mit 250-MHz-Prozessor und 5-GB-Festplatte. Beide Geräte verkauften sich rasant. Das Ergebnis: Apple machte wieder Gewinn.

Im März 1998 war es dann soweit: Apple präsentierte den ersten iMac - aufregend designed und bunt. Kein Diskettenlaufwerk, keine SCSI-Schnittstelle, dafür USB. Wow!

Der iMac wurde laufend verbessert und Monat für Monat gingen 250.000 Exemplare über den Ladentisch.

Im Sommer 1999 zauberte Jobs das iBook aus dem Hut: Schnell, schön und mit WLAN ausgestattet. Für 1599 Dollar rissen es ihm die Kunden aus der Hand. Apple machte 1999 satte 600 Millionen Dollar Reingewinn.

Im Sommer 1999 gingen die Power Macs mit dem G4 in eine neue Runde.

Doch auch Jobs produzierte Flops: Der Power Mac G4 Cube war zwar technisch stark und sah gut aus, war den Heimanwendern aber mit 1800 Dollar zu teuer.

Doch Jobs wetzte die Scharte wieder aus. Er präsentierte die Musikverwaltungssoftware iTunes, die hervorragend die Videoschnittware iMovie ergänzte. Digital Lifestyle war das Motto.

Im März 2001 konnte Jobs, der inzwischen offizieller Geschäftsführer geworden war, endlich das neue Betriebssystem Mac OS X vorstellen. Das X wird übrigens korrekt als "Ten" oder "Zehn" gesprochen.

Bereits im Oktober 2001 folgte das nächste revolutionäre Apple-Produkt: der iPod erblickte das Licht der erstaunten Welt. Dank einer Mini-Festplatte (1,8 Zoll) hatte er eine damals gigantische Kapazität von 5 Gigabyte. Im März 2002 folgte die 10-Gigabyte-Version.

Die zweite Generation des iMac überraschte durch ein völlig neues Design: Der Röhrenmonitor wurde durch einen an einem dreifach beweglichen befestigten TFT-Bildschirm ersetzt, in dessen halbkugelförmigem Fuß sich der gesamte Computer befand.

Im Sommer 2002 gab es ein Update des iPod. Er hatte eine Kapazität von 10 oder 20 Gigabyte und erstmals ein Touch Wheel (berührungssensitives Scrollrad). Via Software Musicmatch war er auch Windows-tauglich.

In der dritten Generation wurde die FireWire-Buchse durch einen Dock Connector ersetzt. Im September 2003 ging der einmillionste iPod über den Tisch.

Im Frühjahr 2003 eröffnete der in iTunes integrierte iTunes Store. Er bot bereits rund 200.000 Songs zum bezahlten Download an. Mittlerweile verkauft Apple weltweit etwa 3 Millionen Songs pro Tag.

Ist der süß! Am 20. Februar 2004 begann die Auslieferung des iPod Mini, für den es zu diesem Zeitpunkt bereits über 100.000 Vorbestellungen gab.

Wie der Mini wurde der iPod der 4. Generation mit einem so genannten Click Wheel ausgestattet.

Der iMac bekam im Sommer 2004 erneut ein komplett neues Design: Der gesamte Rechner war jetzt in den Bildschirm integriert. Seit Januar 2006 arbeiten Intel- statt IBM-Prozessoren in den Rechnern.

Seitdem hat sich am Design der iMacs nur wenig geändert.

Anfang 2005 präsentierte Steve Jobs den iPod Shuffle mit 512 bzw. 1024 MB Flash-Speicher. Ein Display hat der "Billig-iPod" nicht.

Im September des Jahres legte Apple bereits mit dem iPod Nano nach, der mit 2 und 4 GB Flash-Speicher zu haben war.

Ab der 5. Generation (Oktober 2005) konnte der iPod neben Musik und Fotos auch Videos wiedergeben.

Was machen die denn da? Sie warten auf das erste Apple-Mobiltelefon. Am 29. Juni 2007 wurden die ersten iPhones verkauft.

Das Smartphone, das hauptsächlich via Touchscreen bedient wird und gleichzeitig ein kleiner iPod ist, erschütterte die Branche. Es dauerte fast drei Jahre, bis annähernd gleichwertige Konkurrenz-Produkte mit Googles Betriebssystem Android auf den Markt kamen.

Die PR-Maschine lief seit Januar perfekt und so waren die Apple-Fans so heiß auf das Mobiltelefon, dass sich schon am Tag vor dem Verkaufsstart lange Schlangen vor den Stores bildeten.

Obwohl das Telefon nicht UMTS-fähig war, wurden innerhalb der ersten zwei Verkaufstage rund 270.000 iPhones abgesetzt.

Auch der iPod wurde im September 2007 zum Touch. Das Gerät verfügt als erster iPod über WLAN.

Im Sommer 2008 kam das iPhone 3G heraus, das jetzt endlich auch die schnellen Mobilfunkstandards UMTS und HSDPA unterstützt.

Zwar bekam danach die Notebook-Familie immer wieder mal ein Facelifting, ...

... die iMac-Familie wurde aufgemotzt, ...

... ein neuer Mac Pro vorgestellt, ...

... der Mac mini verbessert ...

... und der Browser Safari frisiert.

Doch das alles interessierte nur am Rande. Denn der Mann, dem Apple seinen Aufstieg an die IT-Spitze zu verdanken hat, erkrankte schwer.

Steve Jobs verlor innerhalb kurzer Zeit enorm an Gewicht.

Der damals 53-Jährige versuchte das Thema klein zu halten, machte bei einer Präsentation sogar Witze darüber. Was ihm fehlte, verschwieg er jedoch.

Der Abbau ging so rapide, dass sogar die Apple-Aktie auf Talfahrt ging.

Die Gerüchteküche brodelte, man erinnerte sich, dass Jobs im Sommer 2004 ein Tumor an der Bauchspeicheldrüse entfernt wurde.

Schließlich ging er im Januar 2009 an die Öffentlichkeit, um Spekulationen, er habe erneut Krebs, entgegenzutreten. Er habe nur eine Störung im Hormonhaushalt, erklärte er in einem offenen Brief. Bis zum Frühjahr habe er wieder sein altes Gewicht.

Kurze Zeit später gab er bekannt, sich für ein halbes Jahr aus dem Tagesgeschäft zurückzuziehen.

Vorübergehend übernahm Tim Cook das Ruder. Der Chef des operativen Geschäfts war 1998 von Compaq zu Apple gewechselt.

Im ersten Quartal des Krisenjahres 2009 machte Apple 8,16 Milliarden Dollar Umsatz und erwirtschaftete einen Gewinn in Höhe von 1,21 Milliarden Dollar.

Marketing-Chef Phil Schiller vetrat Jobs bei der Präsentation des iPhone 3GS.

Das "S" steht für "Speed", weil Arbeitsgeschwindigkeit und Internetverbindung deutlich beschleunigt wurden.

Die Kamera hatte drei statt bisher zwei Megapixel Auflösung. Aufgenommene Videos können auf dem Telefon bearbeitet werden.

Seit dem 3GS bietet das iPhone bis zu 32 Gigabyte internen Speicher.

Am 22. Juni 2009 wurde der tatsächliche Grund für Steve Jobs' Auszeit bekannt: Er musste sich einer Lebertransplantation unterziehen.

Die Apple-Gemeinde bangte um Steve Jobs, der für viele mehr als nur ein Konzernchef ist. Gerüchte um seinen bevorstehenden Tod machten die Runde.

Am 9. September 2009 feierte ein ausgemergelter aber gut gelaunter Jobs in San Francisco ein umjubeltes Comeback.

Dass ein neuer iPod nano und iTunes 9 vorgestellt wurden, war fast nebensächlich.

Rund ein halbes Jahr später landete "Mr. Apple" seinen nächsten großen Coup.

Der IT-Magier zauberte am 27. Januar 2010 das iPad aus dem Hut - einen Tablet-Rechner mit Touchscreen.

Unter dem 9,7 Zoll großen Display arbeitet der von Samsung gefertigte Prozessor A4, der mit einem Gigahertz getaktet ist. Der interne Speicher reicht von 16 bis 64 Gigabyte.

Zur Grundausstattung gehören WLAN und Bluetooth, die Top-Modelle mit GPS-Funktion bieten via micro-SIM-Karten auch UMTS.

Obwohl Apps und Inhalte rar waren und Einsatzgebiete für das iPad erst erfunden werden mussten, ...

... verkaufte Apple nur in den USA in den ersten 28 Tagen eine Million iPads. Bis Mitte November 2010 gingen weltweit rund 7,5 Millionen Geräte über den Ladentisch.

Steve Jobs ließ der Konkurrenz kaum Zeit, sich vom iPad-Schock zu erholen.

Schon am 7.Juni raubte er ihr mit dem iPhone 4 den Schlaf.

Apple hat das Gehäuse des Telefons völlig neu gestaltet. Vorder- und Rückseite bestehen jetzt aus Glas, eingefasst von einem Metallrahmen, in dem die Antennen untergebracht sind.

Der 3,5 Zoll große Bildschirm hat mit 960 x 640 Pixeln (326 dpi) eine doppelt so hohe Auflösung wie sein Vorgänger.

Weil das menschliche Auge auf 25 Zentimeter Entfernung keine einzelnen Bildpunkte mehr erkennen kann, nennt es Apple "Retina-Display".

Die Kamera bietet jetzt fünf Megapixel, hat einen LED-Blitz und kann HD-Videos aufnehmen. Auf der Vorderseite ist eine zweite Kamera für Videochats.

Im iPhone 4 steckt der A4-Prozessor des iPad, der Arbeitsspeicher wurde auf 512 Megabyte verdoppelt. Flash lässt Steve Jobs nicht zu, dafür unterstützt das iPhone jetzt Multitasking.

Seit es das iPhone 4 gibt, heißt das Betriebssystem nicht mehr OS, sonder iOS.

Für Steve Jobs und Apple lief bei iPhone 4 aber nicht alles rund. Es gab Lieferprobleme und das weiße Modell kam mit großer Verzögerung auf den Markt, weil durch das Gehäuse Licht auf den Kamerasensor fällt.

Außerdem sorgte eine unglückliche Antennen-Konstruktion für Empfangsprobleme.

Nach langem Zögern bot Apple iPhone-4-Besitzern Gratis-Schutzhüllen an, die verhindern sollten, dass die Hand zwei Antennen-Segmente überbrückt.

Im September 2010 präsentierte Steve Jobs neue iPods

Vier Wochen später erreichte die Apple-Aktie mit einem Wert von 300 Dollar ein historisches Hoch. Das Unternehmen war damit 297 Milliarden Dollar wert - mehr als Intel, Microsoft oder Google.

Im gleichen Monat stellte Steve Jobs ein noch dünneres MacBook Air ...

. und das neue Betriebssystem Mac OS X Lion (Löwe) vor.

Am 6. Januar 2011 eröffnete der Mac App Store - für Apple lief alles bestens.

Dann der Schock: Am 17. Januar 2011 teilt Steve Jobs seinen Mitarbeitern mit, er müsse erneut eine Auszeit nehmen. Gründe nennt der 55-Jährige nicht. Ebenso lässt er offen, wann er zurückkommt.

Medien berichten, die Spenderleber verursache Probleme.

Tim Cook übernimmt erneut das Tagesgeschäft. Jobs betont aber, dass er der Chef bleibe und an wichtigen strategischen Entscheidungen beteiligt sei.

"Ich liebe Apple so sehr und hoffe, so schnell wie ich kann zurückzukommen."

Immerhin ließ es sich Steve Jobs nicht nehmen, am 2. März 2011 das iPad 2 persönlich zu präsentieren.

Im Juni dann sein vermutlich letzter großer Auftritt auf der Apple-Bühne. Bei der Entwicklerkonferenz in San Francisco gab er den Startschuss für OS X Lion ...

... und stellte Apples neuen Streaming-Dienst iCloud vor.

Die Präsentation des mobilen Betriebssystems iOS 5 überließ der müde Apple-Chef Abteilungs-Vize Scott Forstall.

Doch nun ist die Hoffnung auf eine Rückkehr als Vollzeit-Chef endgültig dahin.

Die Gesundheit von Steve Jobs lässt es offenbar nicht zu, dass er weiter wie bisher arbeitet - er tritt zurück, bleibt jedoch im Verwaltungsrat des Konzerns.

Am 4. Oktober stellte der neue CEO Tim Cook das iPhone 4S vor. Eine konsequente Weiterentwicklung des Apple-Telefons mit pfeilschnellem Prozessor, Super-Kamera und innovativem Sprach-Assistenten.

Auch wenn Steve Jobs nicht da war, dachte an diesem Tag jeder, der die Präsentation verfolgte, an Steve Jobs. Warum schickte er nicht mal ein Grußwort?

Am 5. Oktober 2011 erreichte die Welt dann am späten Abend die traurige Nachricht: Steve Jobs ist tot.

Der Mitbegründer des Computerherstellers Apple erlag seiner langjährigen Krebserkrankung.

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