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Ruhm kann tödlich sein: Das Whitney-Houston-Drama

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Die Nachricht von ihrem Tod war ein Schock. Kurz zuvor ... (Foto: REUTERS)

Die Nachricht von ihrem Tod war ein Schock. Kurz zuvor ...

Die Nachricht von ihrem Tod war ein Schock. Kurz zuvor ...

... war noch von einem Comeback und einem neuen Film gesprochen worden.

Und dann, am 11. Februar 2012, starb Whitney Houston ...

... und obwohl sie in den letzten Jahren mehr mit Alkohol und Drogen ...

... als mit Musik und Filmen in den Schlagzeilen war, ...

... hatte mit diesem schrecklichen, plötzlichen Ende doch niemand gerechnet.

"The Voice", wie sie aufgrund ihrer großartigen Stimme oft genannt wurde, ...

... wurde nur 48 Jahre alt. Freunde erzählten, ...

... dass Whitney Houston noch kurz zuvor munter und fröhlich mit ihrer Tochter (Bobbi Kristina, l.) im Hotelpool gebadet habe. Wenig später war sie tot.

Sie wurde in ihrem Hotelzimmer mit dem Gesicht nach unten in der Badewanne gefunden. Das Wasser war so heiß, dass sie Verbrühungen erlitten hatte. Sie lag vermutlich eine Stunde tot im Wasser. In ihrem Blut wurde unter anderem Kokain gefunden.

Als Todesursache wurde angegeben: Ertrinken, "die Folge einer Herzerkrankung mit Arterienverkalkung und von Kokainkonsum".

"Ich bin tieftraurig über den Tod meiner Ex-Frau", ließ Soulsänger Bobby Brown verlauten. Er bat um Ruhe, ...

... insbesondere für Bobbi Kristina, ihre gemeinsame Tochter. Gleich nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter war die 18-Jährige zweimal im Krankenhaus, wegen "Stress und Erschöpfung".

Doch kurz nach der Trauerfeier setzte die Vermarktung ein - einen Monat nach Whitneys Tod ...

... gab die ganze Familie Oprah Winfrey ein Interview und bescherte dem Fernsehkanal der Talkkönigin die höchste Quote seiner Geschichte (noch deutlich höher als das Lance-Armstrong-Interview im Januar 2013).

Im Herbst 2012 startete eine Dokusoap, die die "Los Angeles Times" als "aufdringlich und unbehaglich" bezeichnete. Immerhin gut eine Million Menschen sind dabei, wenn die Houstons beten, streiten oder zum nächsten Interview eilen.

Und pünktlich zum ersten Todestag hat Cissy Houston ein Buch über ihre Tochter und deren wildes Drogen-Leben herausgebracht.

"Remembering Whitney" heißt das Buch und Mutter Cissy fragt sich darin: "Hätte ich sie irgendwie retten können?"

Das Buch wird vom Verlag beworben mit der Ankündigung: "Honest and heartbreaking, a mother's story of tears, joy, and her greatest love of all - her daughter, Whitney" - das alles drückt natürlich sehr auf die Tränendrüse; ...

... zudem hat es einen faden Beigeschmack, wenn die Mutter ...

... sich gerade aus diesem traurigen Anlass bemüßigt fühlt, über das Leben ihrer Tochter in einem Buch zu berichten - allerdings ...

... ist dieses Leben auch berichtenswert, ein dramatisches Auf und Ab.

Whitney Houston stammte aus einer Musiker-Familie. Mutter Cissy (r.) war ein Gospel-Star, Sängerin Dionne Warwick ihre Cousine.

Houston selbst begann in ihrer Jugend als Model, wechselte aber bald ins Musikfach und konnte dort bald viele beeindrucken:

Sie erzeugte Gänsehaut. Wenn sie sang, ins Mikrofon seufzte oder einfach nur die Liedzeilen hauchte, konnten ganze Stadien in Stille erstarren.

Wenn sie losrockte, ob mit Pop-, Blues- oder Gospel-Songs, kochten ganze Hallen.

Ihre erfolgreichste Zeit hatte Houston (hier 1994 mit Nelson Mandela) in den 80er und 90er Jahren.

Hits wie "Saving All My Love For You", "How will I know" und "I Wanna Dance With Somebody" machten sie zum Superstar.

Weltweit verkaufte sie mehr als 170 Millionen Platten.

In den 1990er Jahren spielte sie in mehreren Filmen mit, darunter in "Bodyguard" an der Seite von Hollywoodstar Kevin Costner.

"I Will Always Love You", der Titelsong des Films, wurde weltweit ein Hit.

Später machte Houston allerdings eher durch jahrelangen Ehekrach, Drogenprobleme ...

... und die Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann, Soulsänger Bobby Brown, von sich reden.

Ihre Comeback-Tournee im Jahr 2010 sorgte für viele negative Schlagzeilen.

Viele Zuschauer waren enttäuscht, weil die gewaltige Stimme, für die die Sängerin einst gelobt wurde, ihr immer wieder versagte.

Ein Teil der Europa-Tour wurde wegen Krankheit abgesagt.

Mehrmals versuchte Houston, von Marihuana, Crack und Kokain loszukommen.

Offenbar vergeblich. (abe/mli, mit dpa)

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