Sie sind immer noch süß, sexy ....Bild 1 von 36 ... und verdammt: Sie können singen! Bald wollen sie noch mal aufstehen und steil die Erfolgstreppe hoch - schon wieder.Bild 2 von 36 Kaum war die Comeback-Tour 2006 geplant, ....Bild 3 von 36 ... hatte Ricky auch schon den ersten Fan von damals entdeckt.Bild 4 von 36 Damals, das war die Zeit vor 1997. Tictactoe war gerade die erfolgreichste deutsche Mädchen-Rap-Band aller Zeiten, da trennte sich das Zicken-Trio im Streit.Bild 5 von 36 Die bis dahin stets begeisterten Fans waren zu Tode betrübt. Die Stimmung unter den Vertretern der Mädchen-Rap-Subkultur sank 1997 in Deutschland auf den Tiefpunkt.Bild 6 von 36 Die drei Sängerinnen gifteten sich vor den Augen zahlreicher Journalisten und Kamerateams an.Bild 7 von 36 Wegen der vielen Fans von damals war das Comeback im Jahr 2006 dann auch nicht irgendwie ins Blaue geplant, sondern unter Mädchen-Rap-Experten schon vor dem ersten Auftritt als großer Erfolg abgebucht.Bild 8 von 36 Auch die Devotionalien-Verkäufer witterten ein großes Geschäft, schließlich waren sie 1997 auf riesigen Mengen unverkäuflicher T-Shirts sitzen geblieben.Bild 9 von 36 Die Band Tictactoe war bei allen beliebt, weil die Mädchen immer fair zu ihren Angestellten waren. Jeder bekam eine Chance, selbst wenn er nicht mit soviel Talent gesegnet war wie die Frontladys. Auch weniger begabte Tänzer schafften es bei Tictactoe auf die Bühne, sie blieben dann in einer der hinteren Reihen.Bild 10 von 36 Als es beim Bundespräsidenten und bei Nena mal nicht so lief, hatte Jazzy ein Einsehen und stimmte einem gemeinsamen Foto zu. Doch während des Comebacks der Band half dann keiner der alten Freunde.Bild 11 von 36 Die Tour wurde wegen der schwachen Nachfrage im Vorverkauf von der Veranstalter-Firma auf drei Termine zusammengestrichen. Wenn Sie also das Konzert in ihrer Heimatstadt verpasst haben, seien Sie nicht traurig. Vermutlich fand es sowieso nicht statt.Bild 12 von 36 Tictactoes bedeutendster Hit war der Titel "Warum?". Insider hielten diese Einwortfrage auch für das Motto der Comeback-Tour. In dem Lied wird der Drogenmissbrauch thematisiert und zur Abstinenz aufgerufen. Im Rahmen der Tour 2006 verstanden das viele Fans falsch - sie blieben den Konzerten fern.Bild 13 von 36 Bei ihrem Comeback waren die drei Rapperinnen gewissermaßen Krankenschwestern für die junge Fangemeinde, auf reifere Beobachter wirkten die therapeutischen Auftritte von Tictactoe allerdings schon immer irgendwie zwanghaft.Bild 14 von 36 Weshalb das Comeback noch immer nicht richtig Fahrt aufnimmt, bleibt auch für die angesehendsten Musikjournalisten des Landes ein Rätsel. Schließlich ist solides Können unabhängig von irgendwelchen Mode-Trends. Der Erfolg in der Zukunft scheint nach wie vor quasi auf der Hand zu liegen.Bild 15 von 36 Sie wären gern wieder auf Platz eins der deutschen Charts, aber ohne diesen wilden, maßlosen Erfolgshunger, den junge Künstlerinnen nur haben, wenn sie von ganz unten kommen, scheint der ganz große Erfolg im Moment unmöglich.Bild 16 von 36 Tictactoe war Mitte der 90er Jahre ein Synonym für die gesamte deutsche Mädchen-Rap-Industrie. Für diese Lebensleistung konnten die drei schon damals eine respektvolle Behandlung erwarten - in den Medien, von den Fans und auch von erfolgreichen Männern.Bild 17 von 36 Trotzdem mussten sie sich immer wieder ärgern, zum Beispiel über besserwisserische Machos: Der britische Formel-1-Pilot Eddie Irvine erklärt den interessierten Sängerinnen in der Ferrari-Box die Funktion eines Auto-Lenkrads.Bild 18 von 36 Aber die Künstlerinnen wurden auch von Dilettanten beraten. Jazzys Auftritt im Jahr 2004 stieß auf geringe Resonanz. Den Wettbewerb in der Motto-Show auf Pro7 "Comeback - die große Chance" gewann ein anderer Show-Parvenü. Es war vermutlich ein abgekartetes Spiel - Jazzy hatte trotz ihres neuen Haarschnitts keine faire Chance.Bild 19 von 36 Doch schon als Lee mit dieser Frisur im Rahmen des RTL-Jahresrückblicks ihre Oma grüßte, war bereits klar, dass sie ein Opfer von heimtückischen Beratern und verschlagenen Managern geworden war.Bild 20 von 36 An dieser Schwangerschaftshose konnte man sehen, dass der Mode-Experte der Band nicht mit dem Herzen bei der Sache war, wenn es um Lees Garderobe ging.Bild 21 von 36 Auch beim legendären Auftritt im Forum in Nürnberg trugen Tic und Tac die neuen Regenjacken, während Toe auf der alten vom letzten Jahr sitzen blieb.Bild 22 von 36 Bei der Verleihung des "Comet- Medienpreis 1997" hatte Ricky (Ricarda Wältken) die lustige Pumuckl-Perücke aufsetzen müssen. Jazzy (Marlene Tackenberg) und Lee (Liane Wiegelmann) freuen sich, dass sie ohne einen roten Mittelscheitel auf der Bühne stehen dürfen - Ricky freut sich über den Preis.Bild 23 von 36 Vor diesem Foto konnte Lee die Brille noch schnell an Jazzy loswerden. Wenn junge Mädchen als Künstlerinnen arbeiten, müssen sie auf der Hut sein. Sonst kann es passieren, dass ihr Werk nicht mehr im Vordergrund steht, sondern Äußerlichkeiten ins Zentrum des öffentlichen Interesses rücken.Bild 24 von 36 Wieder so ein Pressetermin in skurrilen Klamotten, wieder hatte Lee den schwarzen Peter erwischt. Die Band verzettelte sich vor der Trennung zunehmend mit törichten PR-Auftritten, die mit Rap-Kultur nichts mehr zu tun hatten. Es fehlte ihnen an Erfahrung, an Bodenhaftung.Bild 25 von 36 Dann verließ Ricky die Band, die Medien-Hetze ging los: Sie sei gar nicht richtig auf der Straße aufgewachsen, hieß es. Die beiden anderen hätten viel mehr Street-Credibility als Ricky-Rich aus gutem Hause. Das war gemein, und Ricky war tief verletzt. Schließlich konnte sie ja nichts für ihre gutsituierten Eltern.Bild 26 von 36 Dann kam der vorläufige Abschiedsauftritt bei der Echo-Verleihung: Ricky bekam Applaus und wurde bejubelt. Jazzy und Lee traten als Braut und Bräutigam auf, wurden aber mit Buh-Rufen vor dem Hamburger Congress Centrum empfangen.Bild 27 von 36 Das Paar ist noch gezeichnet von der Trennungs-PK und den knallharten Fragen der Journalisten, doch das Schlimmste sollte noch kommen: Ausgerechnet an dem Abend, an dem die Band für ihren größten Erfolg aller Zeiten geehrt wurde, ...Bild 28 von 36 ... winkte auch der letzte professionelle Nachfühler, Anteilnehmer und Verständnishaber ab. Das Interesse am Schicksal von Tictactoe war auf dem Tiefpunkt angelangt.Bild 29 von 36 Den Echo nahmen sie noch gemeinsam entgegen, dann sollte es mindestens sieben Jahre dauern, bis sie sich wieder auf der Bühne vereinten.Bild 30 von 36 Auch wenn Ricky sich mehr im Hintergrund hielt, blieb der größte Triumph ein Sieg, der sich nicht gut anfühlte. Schließlich kannte auch Ricky den Welthit von Roger Whittaker: "Abschied ist ein scharfes Schwert". Doch das Leben ging weiter.Bild 31 von 36 Wie nach jeder ordentlichen Trennung lässt sich das sitzengelassene Mädchen eine neue Frisur machen und trifft sich mit ihrer besten Freundin.Bild 32 von 36 Wenn allerdings die alte beste Freundin die bessere Hälfte des treulosen Sitzenlasser-Paares ist, sucht sie sich eine neue beste Freundin (Marienhofschauspielerin Laura Schneider). Dann planen beide gemeinsam die Zukunft der Sitzengelassenen: Ricky wird Marienhof-Schauspielerin.Bild 33 von 36 Im Jahr 2000 gab es für die Fans und die Mädchen-Kapelle wieder ein bisschen Hoffnung. Lee und Jazzy hießen wieder Tictactoe und hatten auch eine neue beste Freundin gefunden. Sara (Bildmitte) hatte sich nach langem hin und her bereit erklärt, mit den beiden Rapperinnen gemeinsam aufzutreten.Bild 34 von 36 Während Tictactoe im Jahr 2000 von einer Schülerzeitung zum Unicef-Lauf eingeladen wurde, war die Freundin aus den 90ern bei der Gedenkveranstaltung zum 9. November in Berlin.Bild 35 von 36 Die alten Männer genossen den Augenblick neben der vielseitigen Künstlerin. Aber Ricky musste schmerzhaft erkennen, dass ihr Herz dem Sprechgesang gehört. Sie ließ die Glamour-Auftritte und ihre vielversprechende Schauspiel-Karriere sausen, um mit den alten Freundinnen weiter am großen Comeback zu feilen. Viel Glück!Bild 36 von 36