Riesiges Wasserkraftwerk: Itaipu - der singende Fels
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Das Wasserkraftwerk Itaipu (auf Guaraní bedeutet das: "singender Fels") ist eines der größten Bauwerke, das je von Menschenhand geschaffen wurde. Es liegt zwischen Brasilien und Paraguay und ist ein Gemeinschaftsprojekt der beiden Länder.Bild 1 von 23 Es wurde in den 1980er Jahren errichtet und deckt 20 Prozent des brasilianischen Elektrizitätsbedarfs ab und 100 Prozent des Bedarfs von Paraguay.Bild 2 von 23 Bis zur Fertigstellung des Drei-Schluchten-Stausees in der Volksrepublik China 2006 war Itaipu bezüglich der Leistung das größte Kraftwerk der Welt.Bild 3 von 23 Wegen der hohen Auslastung der Turbinen bleibt Itaipu mit seiner Jahresenergieproduktion aber auch nach 2006 die Nummer eins.Bild 4 von 23 Bei einem maximalen Stauvolumen von rund 29 Milliarden Kubikmetern hat der Stausee von Itaipu eine Fläche von 1.460 Quadratkilometern. Damit ist der See zweieinhalb mal so groß wie der Bodensee.Bild 5 von 23 Die dazugehörige Stauanlage - die Itaipu-Staumauer - ist 196 Meter hoch und 7.760 Meter lang. (Foto: Einweihung am 5.11.1982)Bild 6 von 23 Paraguay hat einen Anspruch auf 50 Prozent der Energieerzeugung, braucht aber lange nicht so viel. Selbst wenn Paraguays Energiebedarf sich in den nächsten Jahren verzehnfachen sollte, könnte es ...Bild 7 von 23 ... nicht einmal zehn Prozent der von seinen zwei Kraftwerken Itaipu und Yacyreta produzierten Energie verbrauchen. (Foto: Paraguays Präsident Luis Gonzalez Macchi, links, und sein brasilianischer Kollege Fernando Henrique Cardoso im November 2000)Bild 8 von 23 Einen Teil des "Überschusses" tritt Paraguay an den größeren und energiehungrigeren Partner Brasilien ab, für 200 Millionen Dollar jährlich.Bild 9 von 23 Damit kann Paraguay seinen Anteil an den Erstellungskosten abbezahlen und hat von dem Bauvorhaben - trotz der ortsüblichen Korruption während der Bauphase - deutlich profitiert.Bild 10 von 23 Für Brasilien sieht es anders aus. Das Land war vertragsmäßig verpflichtet, die Gesamtanlage zu finanzieren. Der Bau führte mit etwa 16,6 Milliarden Dollar zu einer deutlich höheren Auslandsverschuldung.Bild 11 von 23 Brasilien ist auf das Elektrizitätswerk angewiesen. Und Paraguay will noch mehr Profit aus seinem Mehr an Strom schlagen. Brasilien soll statt 200 Millionen Dollar jetzt 1,8 Milliarden Dollar im Jahr zahlen.Bild 12 von 23 Gleichzeitig sollen ausländische Investoren in Paraguay Energie aus dem Wasserkraft-Projekt Itaipu kostenlos nutzen dürfen. Ein schlauer Marketing-Trick, um Kapital anzulocken.Bild 13 von 23 Präsident Lugo will Paraguay in ein Agrarindustrieland verwandeln. Bislang ist es ein Agrarexport-Land, der viertgrößte Exporteur von Sojabohnen. (Im Foto: Bundespräsident Horst Köhler)Bild 14 von 23 Mit Blick auf die Veränderung der Umwelt werden bis heute die Kosten und Nutzen des Staudamms Itaipu kontrovers diskutiert:Bild 15 von 23 Auch wenn die Relation zwischen dem Eingriff in die Natur und dem Nutzen aufgrund der enormen Menge der produzierten Energie bei Itaipu im Vergleich zu anderen Wasserkraftwerken günstiger ist, hat seine Errichtung die Umwelt irreparabel verändert.Bild 16 von 23 Einige Tausend Ureinwohner verloren für immer ihre Heimat, insgesamt mussten etwa 40.000 Menschen - vor allem Guarani-Indianer - umgesiedelt werden.Bild 17 von 23 Für die Errichtung der Talsperre wurden große Flächen subtropischen Regenwalds abgeholzt.Bild 18 von 23 Noch größere Flächen verschwanden ebenso in den Fluten wie auch die Wasserfälle "Sete Quedas" bei Guairá, die den weltgrößten Wasserfällen von Iguazu nahezu ebenbürtig gewesen sind.Bild 19 von 23 Das abgetretene Volumen an Erdreich und Felsen ist um das 8,5-fache höher als beim Bau des Eurotunnels.Bild 20 von 23 Der verbaute Stahl reicht aus, um den Eiffelturm 380 Mal zu bauen.Bild 21 von 23 Der Beton hingegen würde für 210 Fußballstadien der Größe des Maracaná von Rio de Janeiro reichen, oder zum Bau sämtlicher Hochhäuser von Manhattan.Bild 22 von 23 Bei solchen Zahlen boomt der Tourismus: Seit Baubeginn 1977 bis heute besuchten 11,5 Millionen Touristen das Werk. (Alle Bilder: ap, dpa, reuters)Bild 23 von 23
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