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Donnerstag, 13. Oktober 2016

Von Tigerstreifen und Schwefelseen: Die wichtigsten Monde im Sonnensystem

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So ungewöhnlich der Blick auf seine erdabgewandte Seite auch ist: Dieser Mond ist uns vertraut. In einer ... (Foto: NASA/NOAA)

So ungewöhnlich der Blick auf seine erdabgewandte Seite auch ist: Dieser Mond ist uns vertraut. In einer ...

So ungewöhnlich der Blick auf seine erdabgewandte Seite auch ist: Dieser Mond ist uns vertraut. In einer ...

... mittleren Entfernung von 384.400 Kilometern zieht er seine Bahn um unseren Heimatplaneten. Kein anderer Himmelskörper ...

... ist so gut erforscht wie der Erdmond. Doch im Sonnensystem ...

... ist er nur einer ...

... von vielen. Den Wissenschaftlern sind 173 Monde bekannt, die im Sonnensystem um Planeten kreisen. Bezieht man die Trabanten der Zwergplaneten mit ein, sind es sogar 182. Allerdings können ...

... die beiden Planeten, die der Sonne am nächsten sind, mit keinem einzigen Mond aufwarten. Das hängt mit der starken Gravitationskraft des Zentralgestirns zusammen. Falls Merkur und Venus jemals Monde hatten, dürften diese irgendwann auf der Sonne aufgeschlagen sein, meinen Forscher.

Mars, der weiter von der Sonne entfernt ist als die Erde, hat hingegen gleich zwei Monde. Hier neben dem Roten Planeten zu sehen: Phobos. Er ist kleiner als der Erdmond und ähnelt in seiner Form eher einem Asteroiden. Man nimmt an, dass ...

... Phobos im äußeren Asteroidengürtel entstanden ist und von Mars eingefangen wurde. Es könnte sein, dass er aus vielen kleinen Brocken besteht, die durch die Schwerkraft zusammengehalten werden. Gleiches gilt für ...

... Deimos (r.), den kleineren der beiden Mars-Monde. Seine Oberfläche ist mit einer dicken Staubschicht überzogen, wie wir es auch vom Erdmond kennen. Zwei Monde, das ist schon mehr, als unser Heimatplanet zu bieten hat, aber es ist ...

... nichts im Vergleich zu Jupiter. Dem größten Planeten des Sonnensystems ist es durch seine starke Gravitationskraft gelungen, ...

... gleich 67 Trabanten um sich zu scharen. So viele jedenfalls sind bekannt. Die vier größten Jupitermonde sind Io, Europa, Ganymed und Kallisto, die Galileo Galilei 1610 als erster beschrieb. Sie sind ...

... hier im Größenvergleich mit der Erde und ihrem Mond zu sehen.

Io hat eine Besonderheit: Der Mond ist von extremem Vulkanismus geprägt - mehr als jeder andere Himmelskörper im Sonnensystem. Seine Oberfläche ...

... verändert sich ständig. Auffällig sind Hunderte Vulkankessel mit Durchmessern von bis zu 400 Kilometern sowie zahlreiche Seen aus geschmolzenem Schwefel.

Europa ist der kleinste der vier Galileischen Monde und ein Eismond. Forscher vermuten, dass sich unter Europas Oberfläche ein Ozean befindet - laut Nasa einer der vielversprechendsten Orte für Leben fernab der Erde. Mit dem Weltraumteleskop Hubble gelangen ...

... Aufnahmen von Wasserdampf-Fontänen, die aus Europas Oberfläche emporsteigen. Rund 200 Kilometer schießen sie in die Höhe, bevor sie vermutlich wieder hinabregnen, heißt es vonseiten der Nasa.

Der größte der vier Galileischen Monde ist Ganymed - und er ist auch der größte Mond im Sonnensystem. Sein Durchmesser beträgt 5262 Kilometer. Damit ist er größer als Planet Merkur.

Ganymed (hier in verschiedenen Ansichten) ist der einzige Mond mit einem ausgeprägten Magnetfeld.

Kallisto, der vierte der großen Jupitermonde, ist der kraterreichste Körper des Sonnensystems. Der Mond wird als Ziel für die bemannte Raumfahrt diskutiert - aber erst, wenn schon die ersten Menschen auf dem Mars waren.

Saturn kann mit fast genauso vielen Monden aufwarten wie Jupiter: 62 sind bekannt.

Hier im Bild: die Monde Dione (direkt über den Saturn-Ringen) und Rhea.

Ebenso wie bei dem Jupitermond Europa könnte sich auch unter der Oberfläche von Saturnmond Dione ein Ozean befinden. Darauf weisen Messungen der Raumsonde Cassini hin.

Der größte Saturnmond ist Titan. Er gilt als der erdähnlichste Himmelskörper im Sonnensystem. Der Grund: Titan hat eine dichte, stickstoffreiche Atmosphäre sowie Flüssigkeit. Auch hier halten Wissenschaftler einen Ozean unter der eisigen Oberfläche für möglich.

Faszinierende Bilder sind der Raumsonde "Cassini" von Saturnmond Enceladus gelungen. Am Südpol des Trabanten schießen Fontänen...

... mit eishaltigem Material empor: Kryovulkanismus. Auch auf diesem Mond wird ein unterirdischer Ozean vermutet. Enceladus beeindruckt in der kryovulkanischen Region außerdem mit ...

... Tigerstreifen (die werden tatsächlich so genannt). Sie entstehen durch bis zu 300 Meter tiefe Spalten, in denen kristallines Eis an die Oberfläche dringt. Ganz anders sieht ...

... Helene aus, einer der kleineren Monde des Saturn. Sie ist unregelmäßig geformt und besteht wahrscheinlich überwiegend aus Wassereis.

Hier ist Planet Saturn mit den Monden Titan (gelb), Enceladus (oben rechts), Dione (vorne rechts), Helene (Mitte) und Rhea nochmal in einer Collage zu sehen.

Von Uranus sind 27 Monde bekannt. Kein anderer Gasriese hat so massearme Monde wie er. Die fünf größten bringen es nur auf 13 Prozent der Masse des Erdmondes. Einer der interessantesten Uranusmonde ...

... ist Miranda, denn ihre Oberfläche ist einzigartig komplex. Sie ist von extremen Verwerfungen und Canyons gekennzeichnet. Kein anderer bekannter Himmelskörper hat solche Strukturen. Einer Hypothese zufolge ...

... könnte Miranda einst auseinandergerissen worden sein. Danach könnten sich die Teile durch Gravitationskräfte wieder zusammengefügt haben. Das wäre eine Erklärung für die ungewöhnliche Oberfläche des Mondes.

Der größte Uranusmond ist Titania. Auch sie könnte einen unterirdischen Ozean beherbergen. Die Oberfläche von Titania ist weniger stark verkratert als die von ...

... Uranusmond Oberon. Das weißt darauf hin, dass Titania nicht ganz so alt ist. Oberon hat viele Krater. In einigen von ihnen hat die Raumsonde "Voyager 2" Ablagerungen einer dunklen, noch nicht identifizierten Substanz entdeckt.

Von Neptun sind 14 Monde bekannt. Der größte ist der Eismond Triton. Er hat mehr Masse als alle Monde des Sonnensystems, die kleiner sind als er, zusammengenommen. Triton hat aktive Geysire, aus denen ein Gemisch aus flüssigem Stickstoff und Gesteinsstaub bis zu 8 Kilometer in die Höhe schießt.

1989 entdeckte die "Voyager 2" den unregelmäßig geformten Neptunmond Proteus. Von ähnlicher Gestalt ist ...

... Larissa. Unregelmäßig geformt sind auch ...

... Naiad (hier im Bild) sowie Galatea und Thalassa. Man nimmt an, dass diese Monde nicht mit Neptun entstanden, sondern sich aus Bruchstücken bildeten, die Neptunmond Triton einst eingefangen hat.

Abschließend noch ein Blick auf Charon, den größten Mond von Zwergplanet Pluto. Er ist mehr als halb so groß wie ...

... Pluto selbst - hier sind die beiden im Größenvergleich mit der Erde und ihrem Mond rechts unten zu sehen. Es wird diskutiert, ...

... ob Charon und Pluto (hier auf einem Bild der Sonde "New Horizons") nicht ein Doppelplaneten-System bilden. Dann wäre Charon ein Zwergplanet. Doch vorerst bleibt er ein Mond - einer von vielen im Sonnensystem. (asc)

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