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Extrem heiß, extrem kalt, extrem trocken: Wüsten dieser Welt

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Sand, so weit das Auge reicht, ... (Foto: Ji-elle/Wikipedia/CC BY-SA 3.0)

Sand, so weit das Auge reicht, ...

Sand, so weit das Auge reicht, ...

... ausgedehnte Trockenheit, ...

... spärliche oder überhaupt keine Vegetation und ...

... sengende Hitze: Das ist der Inbegriff von Wüste. Laut Definition jedoch spielt die Temperatur gar nicht die ausschlaggebende Rolle. Die Niederschlagsmenge dagegen ist zentral. Als trocken (arid) gilt eine Region, wenn dort ...

... weniger als 250 Millimeter Regen im Jahr fallen. Das trifft nicht nur auf Wüsten aus Sand, Stein und Kies unter gleißender Sonne zu, sondern auch auf ...

... die Antarktis. Der Kontinent am Südpol, der sich über ...

... 13,2 Millionen Quadratkilometer erstreckt, ist die größte Wüste der Welt; eine Eiswüste, die ...

... mit Trockentälern aufwarten kann, in der es Schätzungen zufolge seit Millionen Jahren keinen Niederschlag gegeben hat. Das Wright Valley der Antarktis gilt als das trockenste Gebiet auf unserem Planeten.

Auch in dieser Wüste ist es eher kühl. Was man hier sieht, ist jedoch keine Eisfläche, sondern Salz. Der "Salar de Uyuni" ...

... in Bolivien ist der größte Salzsee der Welt. Mehr als 10.000 Quadratkilometer ist der ausgetrocknete Binnensee groß. Jedes Jahr zur Regenzeit, zwischen Februar und April, füllt er sich mit Wasser, das ...

... einen Monat später wieder verdunstet ist. Als Wüste ist der "Salar de Uyuni" eher klein.

Die größte Wüste fernab der Pole nimmt fast 1000 Mal mehr Fläche ein. Denn mit ihren gut 9 Millionen Quadratkilometern ist die Sahara ungefähr so groß wie die USA. Gleich elf afrikanische Länder sind Sahara-Staaten.

Die Sahara ist nicht nur besonders groß, sondern auch noch die heißeste Wüste auf der Erde: Auf mehr als 60 Grad Celsius können die Temperaturen in der Sahara klettern. Die Niederschlagsmenge beschränkt sich auf rund 45 Millimeter im Jahr.

Menschen finden dennoch auch hier ihre Lebensräume. Das größte Sahara-Volk sind die Tuareg. 40 Prozent der Saharabewohner sind Nomaden und Halb-Nomaden, ...

... 60 Prozent sind sesshafte Oasenbauern. Ein Leben in der Wüste, das ...

... versucht man andernorts zu verhindern: In der chinesischen Mu-Us-Wüste bauen die Menschen Barrieren aus Heu, um die weitere Ausbreitung der Wüste zu stoppen.

Greift der Mensch nicht ein, wächst die Mu-US-Wüste kontinuierlich: Jedes Jahr dehnt sie sich um 120 Meter aus.

Schon jetzt besteht China zu einem Viertel aus Wüste. Jahr für Jahr verschwinden weitere 3400 Quadratkilometer Land unter Wüstensand.

Die größte Wüste Chinas ist die Taklamakan-Wüste. Sie erstreckt sich über 360.000 Quadratkilometer. Damit ist sie jedoch noch nicht die größte Wüste Asiens. Das ist die ...

... Wüste Gobi im Norden Chinas und der Mongolei. Sie nimmt eine Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometern ein.

Das Klima in der Wüste Gobi ist so extrem wie an kaum einem anderen Ort auf der Welt: Während es im Sommer 30 Grad Celsius warm ist, sinken die Temperaturen im Winter auf 65 Grad Celsius unter Null - und tiefer.

Gerade mal 34 Millimeter Regen fallen in einem Jahr in der Wüste Gobi.

Noch trockener ist die Atacama-Wüste an der südamerikanischen Pazifikküste.

Im Innern der Atacama gibt es Regionen, ...

... in denen seit Jahrzehnten kein Regen fiel.

Andernorts kommt es dort durch das Klimaphänomen El Niño alle sechs bis zehn Jahre zu heftigen Niederschlägen.

Dennoch fällt in der Atacama im Jahresmittel nur etwa ein Fünfzigstel der Regenmenge, die ...

... im nordamerikanischen Death Valley niedergeht. Das "Tal des Todes" liegt in der Mojave-Wüste und gehört zu den trockensten Gebieten der Welt. Dabei ist der Pazifik gar nicht weit entfernt.

Das Death Valley ist auch eine der heißesten Gegenden der USA. 56 Grad Celsius wurden dort tagsüber schon gemessen, ...

... auch nachts bleibt es warm. Fast 42 Grad Celsius hatte die wärmste Nacht im Jahr 2012 zu bieten.

Im Death Valley wachsen mehr als 1000 Pflanzenarten. Sie haben sich an die karge Umgebung angepasst. Das Wurzelwerk mancher Gewächse reicht 15 Meter tief, um an Grundwasser zu gelangen. Anderen Pflanzen reicht der spärliche Niederschlag aus dem Winter, um zu überleben.

Auch die Tierwelt ist im Death Valley mit mehr als 400 Arten recht vielfältig. Vögel machen den Großteil der Fauna aus, doch auch einige Säugetiere und Reptilien sind im Death Valley heimisch. Sie kommen mit wenig Nahrung aus, sei sie tierisch oder pflanzlich. Manchmal fressen sie auch die Reste aus dem Müll der Touristen.

Das Death Valley (hier die Mesquite Sand Dunes - Sanddünen in seinem nördlichen Teil, eine beliebte Filmkulisse) ist die kleinste Wüste der USA.

Weitaus größer, 600.000 Quadratkilometer, ist das Great Basin in Nevada. Trocken liegende Bach- und Flussläufe, Canyons und Salzseen prägen diese Wüste. Sie setzt sich aus rund hundert Teilbecken und Tälern zusammen.

Von ganz anderem Charakter ist die größte Wüste Australiens, die Große Victoria-Wüste: Salzseen, Grasland und Sandhügel sind hier vorherrschend.

Fast ein Fünftel Australiens ist wüstenbedeckt. Nach Sahara, Antarktis und Grönland sind die australischen Wüsten das viertgrößte Wüstengebiet der Welt.

Die älteste Wüste übrigens ist die Namib an der Westküste Afrikas. Rund 80 Millionen Jahre ist sie alt.

Sie ist berühmt für ihre riesigen Sanddünen, die sich ...

... auf einer Fläche von knapp 100.000 Quadratkilometern ausdehnen.

Insgesamt sind auf unserem Globus rund 20 Prozent aller Landmassen von Wüsten bedeckt.

Ausgedehnte Flächen extremer Trockenheit sind ...

... auf jedem Kontinent zu finden. Europa bildet die Ausnahme. Dort gibt es keine größeren Wüsten. In Spanien allerdings ...

... schreitet die Desertifikation, die Wüstenbildung, voran. Dürreperioden sind dort nur ein Teil des Problems. Wälder fielen dem Bauboom zum Opfer, der industrialisierte Gemüseanbau sowie Golfplätze verschlingen Unmengen an Wasser.

So hat sich die Provinz Murcia im Süden Spaniens schon fast komplett in ein Trockengebiet verwandelt; auch Valencia, Katalonien und Kastilien sind gefährdet. Die Wüste wächst.

Doch als Lebensraum ist sie nicht für jeden geeignet.

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