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Ein pakistanischer Junge betet in einer Moschee in Peshawar, Pakistan.
Ein pakistanischer Junge betet in einer Moschee in Peshawar, Pakistan.(Foto: picture alliance / dpa)

Dorf feiert Missverständnis: 15-jähriger Pakistaner hackt eigene Hand ab

Die Hand eines jungen Pakistaners ist offenbar einem Versehen zum Opfer gefallen. Dem Rat eines Predigers folgend hackt sich der 15-Jährige die Hand ab. Den Dorfbewohnern imponiert der Jugendliche damit ordentlich und erntet Lob für seine Frömmigkeit.

Wegen des Vorwurfs der vermeintlichen Gotteslästerung hat sich in Pakistan ein 15-Jähriger selbst die Hand abgehackt. Anlass war offenbar ein Missverständnis während einer Predigt in einem Dorf in der Provinz Punjab. Dabei hatte der Geistliche gefragt, ob jemand anwesend sei, der nicht an den Propheten glaube, berichtete die Polizei.

Weil er die Frage offenbar falsch verstanden hatte, habe der Jugendliche begeistert seine Hand gehoben und sich gemeldet, woraufhin ihn die anderen der Ketzerei beschuldigten, erklärte ein ranghoher Polizist. Als der 15-Jährige erfahren habe, dass er sich auf die Seite der vermeintlichen Feinde des Propheten geschlagen habe, habe er gelobt, eine seiner Hände abzuhacken, berichtete der Beamte weiter.

Nachdem der Jugendliche sein Versprechen zu Hause wahr gemacht habe, habe er dem Geistlichen die Hand als Symbol seiner Reue präsentiert, hieß es weiter. Eltern und Dorfbewohner hätten die extreme Tat des Jugendlichen als Zeichen für dessen Zuneigung zum Propheten gefeiert, sagte die Polizei, die eine Untersuchung ankündigte.

Quelle: n-tv.de

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