Panorama

Deutsche Kriegsgräber geschändet: 18-jährige Französin verurteilt

Betrunken randalierten am Wochenende mehrere Jugendliche auf einem Friedhof mit deutschen Kriegsgräbern in Ostfrankreich. Eine 18-Jährige wird nun als erste der Täter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Zudem muss sie 210 Stunden gemeinnütziger Arbeit leisten.

Grabstein auf dem deutschen Soldatenfriedhof im tschechischen Cheb.
Grabstein auf dem deutschen Soldatenfriedhof im tschechischen Cheb.(Foto: picture alliance / dpa)

Wegen der Schändung von dutzenden deutschen Kriegsgräbern in Ostfrankreich ist eine junge Französin zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Ein Gericht in der Kleinstadt Laon in der Nähe von Reims verurteilte die 18-Jährige zudem zu 210 Stunden gemeinnütziger Arbeit, in denen sie unter anderem die beschädigten Gräber reparieren muss. Mehrere junge Leute waren festgenommen worden, weil sie am Wochenende auf dem Friedhof betrunken randaliert hatten.

Die Täter hätten 72 Metallkreuze und eine jüdische Stele demoliert oder ausgerissen, teilte die Polizei mit. Die jungen Leute seien auch mit Motorrädern zwischen den Gräber herumgefahren. Einen deutschenfeindlichen Hintergrund habe die Tat aber nicht. Ein 16-Jähriger erschien am Mittwoch ebenfalls vor Gericht, sein Fall soll von einem Jugendgericht im Oktober verhandelt werden. Zwei weitere Verdächtige müssen ebenfalls noch vor Gericht erscheinen.

Auf dem deutschen Soldatenfriedhof von Laon in der Picardie im Nordosten Frankreichs sind 3487 Soldaten bestattet, die im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1918 gefallen sind. Im Juni hatten unbekannte Täter auf einem anderen Friedhof in Laon rund zwanzig deutsche Kriegsgräber aus dem Ersten Weltkrieg geschändet; sie wurden bis heute nicht gefasst.

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Quelle: n-tv.de

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